Weil sie tief fliegen: Chemnitzer Störche bekommen eigene Straßenschilder

Chemnitz - Das Storchenpaar von Grüna zieht schon zum dritten Mal in seinem Nest erfolgreich Nachwuchs auf. Naturfreunden wird beim Beobachten der stattlichen Vögel trotzdem manchmal Angst und Bange, denn Familie Adebar ist etwas draufgängerisch veranlagt: Die Tiere fliegen ab und an gefährlich tief über die vielbefahrene Hauptstraße. Deshalb gibt's für sie jetzt eigene Warnschilder.

Carola Hilkmann (47) von den Grünaer Störchenfreunden ist sichtlich erfreut.
Carola Hilkmann (47) von den Grünaer Störchenfreunden ist sichtlich erfreut.  © Maik Börner

"Die Störche sammeln mit Vorliebe Stöcke für den Nestausbau im kleinen Park der Kreuzkirche auf der gegenüber liegenden Seite der Chemnitzer Straße", sagt Carola Hilkman (47) von den Grünaer Storchenfreunden.

Der Park liegt quasi nur drei Flügelschläge im Sinkflug vom Nest entfernt.

Um Autofahrer zur Vorsicht zu mahnen, entstand die Idee eines Warnschildes.

Chemnitz: Vandalismus in Chemnitz: Mülltonnen abgefackelt und Blitzer beschmiert
Chemnitz Crime Vandalismus in Chemnitz: Mülltonnen abgefackelt und Blitzer beschmiert

"Ein offizielles Verkehrsschild ist aus rechtlichen Gründen nicht möglich. Deshalb freuen wir uns, dass das Schilderwerk Beutha extra für unsere Störche zwei Schilder entworfen und gesponsert hat", so Hilkman.

Die beiden Schilder wurden jetzt stadt- und landwärts kurz vor dem Nest angebracht.

Das Storchenpaar selbst hat derzeit alle Schnäbel voll zu tun. Drei Jungvögel sind fast flügge und verlangen pausenlos nach Futter. Die Storchenfreunde planen indes schon das nächste Projekt: Storchen-TV.

Jetzt weiß es jeder: Rings um den Grünaer Kirchturm fliegen die Störche tief.
Jetzt weiß es jeder: Rings um den Grünaer Kirchturm fliegen die Störche tief.  © Maik Börner
In der Chemnitzer Straße zischt Adebar dicht an den Fassaden vorbei.
In der Chemnitzer Straße zischt Adebar dicht an den Fassaden vorbei.  © Maik Börner
Mit der Versorgung der Jungtiere ist der Grünaer Storch gerade schwer beschäftigt.
Mit der Versorgung der Jungtiere ist der Grünaer Storch gerade schwer beschäftigt.  © Maik Börner

"Wir möchten das Geschehen im Nest per Kamera übertragen, suchen aber noch Fachleute und Sponsoren, um die Idee umzusetzen."

Titelfoto: Maik Börner

Mehr zum Thema Chemnitz Lokal: