Weiter Ärger ums neue Bildungsticket: Etliche falsch adressierte Anträge

Chemnitz - Die Umstellung des Schülerverkehrs auf das Bildungsticket im kommenden Schuljahr sorgt weiter für Frust und Verwirrung: "Uns erreichen derzeit viele Anrufe und Mails von Eltern, die sich darüber ärgern, dass sie ab nächstem Schuljahr mehr bezahlen müssen", bestätigt VMS-Sprecher Falk Ester (53).

Fährt das Kind mit einer Straßenbahn der CVAG zur Schule? Dann muss das Bildungsticket auch bei der CVAG beantragt werden.
Fährt das Kind mit einer Straßenbahn der CVAG zur Schule? Dann muss das Bildungsticket auch bei der CVAG beantragt werden.  © Uwe Meinhold

Eltern, die in einem Landkreis wohnen, beschweren sich, dass sie für ihre Kinder im Grundschulalter künftig 15 Euro monatlich, statt 15 Euro im Jahr zahlen sollen, für ältere Schüler werden statt 112,50 Euro jährlich dann 180 Euro fällig.

Der geplante Zuschuss für Grundschüler von 120 Euro im Jahr bleibt im Schreiben an die Eltern unerwähnt.

Neben viel Unmut kursiert nun auch eine Flut falsch adressierter Briefe: Hunderte Eltern schicken den Antrag auf das Bildungsticket irrtümlich an den Zweckverband Verkehrsverbund Mittelsachsen (ZVMS).

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Der Verkehrsverbund weist darauf hin: "Der Vertrieb des Bildungstickets erfolgt über die Verkehrsunternehmen, die von den Schülern genutzt werden." Heißt: Fährt das Chemnitzer Kind mit der CVAG zur Schule, muss der Abo-Antrag zur CVAG geschickt werden. Fährt es mit dem Regionalverkehr Westsachen oder Erzgebirge, dann direkt an diese.

"Eltern, die Fragen zum Antrag haben, sollten bitte direkt bei ihrem Verkehrsunternehmen nachfragen", so Ester.

Titelfoto: Uwe Meinhold

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