Wie Tinder: Mittweidaer Studenten entwickeln Dating-App für Jobsuchende

Mittweida/Chemnitz - Hot or Not? Diese Frage wird Arbeitgebern und Jobsuchenden bei der App "JobsNavi" gestellt. Bei gegenseitigem Interesse kommt es zum Chat mit dem zukünftigen Chef. Studenten der Hochschule Mittweida brachten das Projekt ins Rollen, tüftelten an der App und vermarkten diese nun.

Felix Göppert von der TU Chemnitz, Lisa Riedel, Richard Schubert (oben, v.l.n.r), Laura Kother und Annika Lê (unten, v.l.n.r) von der Hochschule Mittweida entwickelten die Job-Dating-App "JobsNavi".
Felix Göppert von der TU Chemnitz, Lisa Riedel, Richard Schubert (oben, v.l.n.r), Laura Kother und Annika Lê (unten, v.l.n.r) von der Hochschule Mittweida entwickelten die Job-Dating-App "JobsNavi".  © PR

"JobsNavi beschreiben wir immer als das "Tinder" für Jobs. Quasi eine Dating-App, um den idealen Job zu finden", sagt Lisa Riedel (23), Sozial Media Managerin bei "JobsNavi". 

Die BWL-Studentin aus Mittweida brachte das Projekt, zusammen mit ihrer Studienfreundin Laura Kother, voran. 

Der eigentliche Gründer und Ideengeber Uwe Thuss, Unternehmer aus Chemnitz, hatte bereits vor Jahren die Idee. 

Monate später erfuhr Laura Kother bei einem Praktikum von der Idee, fragte ihre Studienfreundin Lisa, ob sie Lust hätte an der App zu arbeiten. "Ich war sofort von der Idee begeistert", berichtet Lisa. 

Durch die zwei Studentinnen aus Mittweida wurde das Projekt quasi wiederbelebt.

Seit 2019 ist die App nun im AppStore und auf Google Play erhältlich - und wird genutzt: Aktuell sind es 23 Unternehmen, die über die "Job-Dating-App" Mitarbeiter suchen.

Dem gegenüber stehen 180 potenzielle Arbeitnehmer. "Und bisher haben wir über 2000 Matches", berichtet Lisa stolz.

Ein "Match" entsteht, wenn die Angaben des Unternehmens mit den Angaben des Arbeitnehmers zusammenpassen. Dann können beide Seiten miteinander Kontakt aufnehmen. 

Wie Tinder, nur nicht so oberflächlich

Nachdem der Nutzer seine Fähigkeiten eingegeben hat, kann es zu einem "Match" mit einem Unternehmen kommen.
Nachdem der Nutzer seine Fähigkeiten eingegeben hat, kann es zu einem "Match" mit einem Unternehmen kommen.  © PR

Das Prinzip ist ähnlich der Dating-App "Tinder". Bei dieser können die Nutzer nach einem "Hot or Not"-Prinzip entscheiden, ob ihnen eine Person gefällt.

Bei "JobsNavi" wird allerdings weniger Wert auf das Äußere gelegt, es geht vielmehr um Fähigkeiten, soziale Kompetenzen und Charaktereigenschaften.

Für Jobsuchende und Unternehmen ist zurzeit alles kostenlos.

Ab September soll die App, die aktuell durch eine EU-Förderung finanziert wird, wirtschaftlich werden. Geplant ist, dass Unternehmen, welche Stellenanzeigen schalten, dann eine Gebühr zahlen. Für Jobsuchende soll die App aber weiterhin kostenlos bleiben.

Mittlerweile arbeiten vier Studenten der Hochschule Mittweida und ein Student der TU Chemnitz an der App. Zukünftig wollen Lisa und Laura, die dieses Jahr ihr Studium beenden, hauptberuflich bei "JobsNavi" einsteigen.

Titelfoto: PR

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