Nach Kinder-Vergewaltigung: Anklage gegen mutmaßlichen Sex-Täter

Hainichen - Im Missbrauchsfall von Hainichen hat die Staatsanwaltschaft Anklage gegen einen Somalier (33) erhoben. Der Mann soll einen Jugendlichen (14) unter einem Balkon vergewaltigt haben.

In diesem Wohngebiet am Ottendorfer Hang in Hainichen soll sich das Verbrechen abgespielt haben.
In diesem Wohngebiet am Ottendorfer Hang in Hainichen soll sich das Verbrechen abgespielt haben.  © Maik Börner

Die Tat soll sich am 31. März am Ottendorfer Hang abgespielt haben. Der Somalier soll dem Jugendlichen Geld für Sex geboten haben.

"Nachdem der Junge dies abgelehnt hatte, vollzog der Angeschuldigte gegen den erkennbaren Willen des Jungen erhebliche sexuelle Handlungen an dem Geschädigten", so Oberstaatsanwältin Ingrid Burghart (57).

Anwohner hatten zwei Personen mit heruntergelassener Hose beobachtet und die Polizei alarmiert. Der Mann flüchtete. Im Asylbewerberheim konnten Beamte den mutmaßlichen Sex-Täter kurze Zeit später fassen. "Seither befindet er sich ununterbrochen in Untersuchungshaft", erklärt Burghart.

Bislang habe er sich zu den Vorwürfen nicht eingelassen. Im Falle einer Verurteilung droht dem Somalier eine mehrjährige Freiheitsstrafe wegen Vergewaltigung, versuchten sexuellen Missbrauchs eines Jugendlichen sowie vorsätzlicher Körperverletzung.

Verhandelt wird am Amtsgericht Chemnitz. Der Termin ist noch offen.

Titelfoto: Maik Börner

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