Tötung in Ostrau: Richter schickt Verdächtigen in Haft

Ostrau - Doppelte Festnahme im Tötungsfall von Ostrau (Mittelsachsen): Die Polizei nahm zunächst den falschen Tatverdächtigen fest, einen 31-jährigen Rumänen. Doch dann stellte sich dessen Bruder (25) in Südbayern freiwillig der Polizei. Er sitzt jetzt in U-Haft, sein Bruder kam wieder auf freien Fuß.

Hier geschah am Sonntagmorgen die Horror-Tat: In einem Mehrfamilienhaus im Ostrauer Ortsteil Schrebitz (bei Döbeln) wurde ein junger Mann tot aufgefunden. Ein 25-Jähriger steht im Verdacht, ihn getötet zu haben.
Hier geschah am Sonntagmorgen die Horror-Tat: In einem Mehrfamilienhaus im Ostrauer Ortsteil Schrebitz (bei Döbeln) wurde ein junger Mann tot aufgefunden. Ein 25-Jähriger steht im Verdacht, ihn getötet zu haben.  © Lausitznews

In der Nacht zu Sonntag hatten Rettungskräfte nach einem Notruf die Leiche eines 21 Jahre alten Rumänen in einem Haus im Schulweg im Ortsteil Schrebitz entdeckt.

Der Mann kam gewaltsam zu Tode - wie, das wollte Staatsanwältin Ingrid Burghart (57) noch nicht verraten.

Der Tatverdächtige wurde am Sonntag einem Haftrichter vorgeführt. Der Rumäne schwieg vorläufig zur Tötung. Das könnte sich ändern, wenn sein Rechtsanwalt Akteneinsicht bekommen hat.

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Der Leichnam des 21-Jährigen wird derweil obduziert. Ergebnisse lagen bislang nicht vor. Auch die Tatwaffe wurde noch nicht gefunden.

Der mutmaßliche Killer (25, r.) auf dem Weg zum Ermittlungsrichter.
Der mutmaßliche Killer (25, r.) auf dem Weg zum Ermittlungsrichter.  © Ralph Kunz
Spezialisten untersuchten den Tatort im mittelsächsischen Ostrau.
Spezialisten untersuchten den Tatort im mittelsächsischen Ostrau.  © Lausitznews

Wie zu hören war, lebten die drei Männer offenbar zusammen in dem Haus in der Schrebitzer Schulgasse. Sie sollen im Kurierwesen tätig (gewesen) sein. Ingrid Burghart: "Als Motiv deutet sich ein vorheriger Streit im Haus an. Eventuell ging es da um finanzielle Forderungen." Die Ermittlungen der Kripo laufen auf Hochtouren.

Aktualisiert: 17. Januar, 16.48 Uhr

Titelfoto: Lausitznews, Ralph Kunz

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