Nach Weihnachtsbaum-Panne: Chemnitz bekommt Ersatzbaum

Chemnitz - Schon am Donnerstag ist es soweit: Chemnitz bekommt einen neuen Weihnachtsbaum.

Da war er weg! In der vergangenen Woche musste der Weihnachtsbaum auf dem Chemnitzer Markt entfernt werden. Doch schon am Donnerstag gibt's einen neuen Baum.
Da war er weg! In der vergangenen Woche musste der Weihnachtsbaum auf dem Chemnitzer Markt entfernt werden. Doch schon am Donnerstag gibt's einen neuen Baum.  © Thomas Moegen

Das teilte die Stadtverwaltung am Mittwoch mit.

Der neue Baum stammt - wie auch die erste Fichte - aus dem Forstrevier Wildenthal des Staatsbetriebes Sachsenforst in Eibenstock. Er ist 26 Meter hoch, soll am Donnerstagnachmittag auf dem Chemnitzer Markt aufgestellt und geschmückt werden.

In der vergangenen Woche musste der aufgestellte Weihnachtsbaum auf dem Chemnitzer Markt entfernt werden (TAG24 berichtetet).

Grund dafür war ein Riss in der Fichte - der Baum drohte umzukippen!

Glücklicherweise hatte die Stadt für derartige Fälle ein Reserve-Plan.

So fand sich im Sachsenforst schnell ein "Ersatzbaum". Auch zahlreiche Chemnitzerinnen und Chemnitzer hatten sich bei der Stadt gemeldet und Privatbäume angeboten. "Organisatorisch war aber der Weihnachtsbaum im Sachsenforst die am schnellsten umzusetzende Lösung", so ein Stadtsprecher.

Chemnitz kann sich also schon bald auf einen neuen Weihnachtsbaum freuen - diesmal hoffentlich ohne Riss!

Dieser Riss am Chemnitzer Weihnachtsbaum sorgte für Aufregung. Die Fichte musste entfernt werden.
Dieser Riss am Chemnitzer Weihnachtsbaum sorgte für Aufregung. Die Fichte musste entfernt werden.  © Uwe Meinhold

"Unglücksbaum" wird zur weihnachtlichen Dekoration verwendet

Der am Freitag abgebaute "Unglücksbaum" wird laut Stadt aber nicht einfach entsorgt. "Das verwertbare Astmaterial der Fichte wird zur weihnachtlichen Dekoration des Marktplatzes verwendet", teilt die Stadtverwaltung mit.

Der Stamm allerdings wandert in den Müll: Dieser lässt sich aufgrund der massiven Rissbildung leider nicht zur Herstellung von Brettern oder Latten verwenden, heißt es.

Der Riss ist laut Aussagen der Stadt vermutlich durch ungleiche Kräfteverteilung im Stamm entstanden. Generell sei bei Fichten zu beobachten, dass die mittlere Holzdichte in den vergangenen 120 Jahren um rund zehn Prozent abgenommen hat. Gleichzeitig hat der Volumenzuwachs erheblich zugenommen. Diese Erscheinung habe mit länger werdenden Vegetationsperioden und hohen Stickstoffeinträgen durch die Landwirtschaft zutun.

Titelfoto: Uwe Meinhold, Thomas Moegen

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