Nach Zwangspause in Neuseeland: Sächsische AC/DC-Sängerin rockt Pflegeheim

Chemnitz - Den ersten Lockdown erlebte sie 18.000 Flugkilometer von der Heimat entfernt: Alexa Tannert (25) machte gerade in Neuseeland Urlaub, als die Insel wegen Corona abgeriegelt wurde. Jetzt tritt sie mit ihrer AC/DC-Coverband wieder auf - sogar vor einem Pflegeheim.

„Little Miss Angus“ Alexa rockt wieder die Bühne. Junge und junggebliebene Hardrockfans haben Spaß, ihr zuzusehen und zuzuhören.
„Little Miss Angus“ Alexa rockt wieder die Bühne. Junge und junggebliebene Hardrockfans haben Spaß, ihr zuzusehen und zuzuhören.  © Gregor Lorenz

Nur durch das Rückholprogramm der Bundesregierung konnte sie nach einer Odyssee zurückfliegen. Die rund 1000 Euro, die das Auswärtige Amt dafür in Rechnung stellte, hat die gebürtige Chemnitzerin inzwischen längst bezahlt. Und auch auf der Gitarre spielt sie wieder täglich.

Schon mit 15 Jahren lieferte sie ein Spontankonzert bei einem AC/DC-Fantreffen ab. Seitdem beweist sie als "Little Miss Angus" (in Anspielung an den AC/DC-Gitarristen Angus Young), dass auch Mädels in der Männerdomäne den richtigen Ton treffen.

Mit ihrer Tributeband "Black Ice" tritt sie regelmäßig auf. Beim dritten Open-Air-Konzert "Kursana rockt", das vom Pflegeheim in Meerane veranstaltet wurde, verwandelte sie mit ihrer Band das Zentrum in ein Meer von Hardrockfans.

Schöne Geste: Die Band begrüßte vor dem Konzert ihre Fans aus dem Kursana Domizil Meerane persönlich, die auf den Teichplatz gekommen waren, aber altersbedingt nicht unmittelbar vor der Bühne rocken konnten. Weitere Informationen unter www.little-miss-angus.com.

Titelfoto: Gregor Lorenz

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