Neue Ausstellung im Schloss Lichtenwalde: Hier dreht sich alles um traditionelle Japan-Mode

Niederwiesa - Der Duft der Kirschblüte weht durchs Schloss Lichtenwalde. Die neue Ausstellung zur japanischen Textilkunst lädt zu einer exotischen Frühlingsreise ein. Besucher können Kimonos anprobieren, sich in Origami üben und eine alte Samurai-Rüstung bestaunen - sobald die Ausstellung öffnen darf.

Museumsleiterin Claudia Glashauser (34) präsentiert einen Hochzeitskimono mit Blüten-Motiven.
Museumsleiterin Claudia Glashauser (34) präsentiert einen Hochzeitskimono mit Blüten-Motiven.  © Kristin Schmidt

Das Schloss Lichtenwalde holt damit bisher unbekannte Schätze aus dem Museumsbestand ans Licht. Ein Jahr lang haben die Organisatoren die traditionellen japanischen Kleidungsstücke und Kunstwerke hergerichtet. Eine japanische Beraterin erklärte die symbolische Bedeutung der Exponate.

Im Zentrum steht die Kirschblüte: "Sie ist in allen Kulturbereichen Japans zu finden", sagt Museumsleiterin Claudia Glashauser (34). "Sie steht für Schönheit, aber auch Vergänglichkeit, denn sie blüht nur für zwei Wochen." Die Kirschblüte schmückt viele der traditionellen Kimonos in der Ausstellung.

Samurai-Rüstung und -Schwerter gehören auch dazu. "Der Samurai steht in Zusammenhang mit der Kirschblüte, denn die Krieger fallen wie die Blüten", sagt Claudia Glashauser.

Mehr als 2000 selbstgebastelte Kirschblüten von Schulen aus der Region zieren die Ausstellung.
Mehr als 2000 selbstgebastelte Kirschblüten von Schulen aus der Region zieren die Ausstellung.  © Kristin Schmidt
Die Besucher können Kimonos wie diesen selbst anprobieren.
Die Besucher können Kimonos wie diesen selbst anprobieren.  © Kristin Schmidt
Das Schloss Lichtenwalde begrüßt den Frühling mit einer neuen Ausstellung.
Das Schloss Lichtenwalde begrüßt den Frühling mit einer neuen Ausstellung.  © Kristin Schmidt
Auch Kunstwerke wie diese Vasen mit Frühlingsmotiven gibt es zu entdecken.
Auch Kunstwerke wie diese Vasen mit Frühlingsmotiven gibt es zu entdecken.  © Kristin Schmidt

Die Ausstellung soll so bald wie möglich öffnen. Der Eintritt wird 8 Euro kosten (ermäßigt 6 Euro). Eine digitale Variante ist nicht geplant, denn die Museumsleiterin findet: "Man muss die Ausstellung mit allen Sinnen erleben."

Titelfoto: Kristin Schmidt

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