Unfall in Penig überführt bundesweite Bandenbetrüger

Penig - Ein Verkehrsunfall am Donnerstag in Penig verursachte bei einem Audi-Fahrer nicht nur einen Sachschaden an seinem Fahrzeug, sondern führte auch dazu, dass es eine Straftat aufgedeckt wurde.

Die Polizei konnte bei der Unfallaufnahme eine Straftat aufklären. (Symbolbild)
Die Polizei konnte bei der Unfallaufnahme eine Straftat aufklären. (Symbolbild)  © 123R/foottoo

Am Mittag befuhr der 26-Jährige mit seinem Audi im Ortsteil Wernsdorf die B175 aus Richtung Markersdorf in Richtung A72.

An der Ampelkreuzung B175/Wernsdorfer Straße kam es dann zum Crash, als er auf einen haltenden Renault-Transporter auffuhr.

Sowohl der Audi-Fahrer als auch der 54-jährige Fahrer des Transportes blieben unverletzt. An den Fahrzeugen entstand hingegen ein Sachschaden in Höhe von insgesamt etwa 1500 Euro.

Bei der Unfallaufnahme wurde es dann interessant. Denn die Polizeibeamten stellten fest, dass für den Audi keine Haftpflichtversicherung besteht und dieser zur Zwangsentstempelung ausgeschrieben ist.

Entsprechend wurde eine Anzeige wegen Verstoßes gegen das Pflichtversicherungsgesetz verhängt.

Doch das war längst nicht alles. So wurde auch bekannt, dass der Audi im Zusammenhang mit einer Betrugsanzeige am selben Tag steht. Auf dem Parkplatz eines Einkaufsmarktes in Burgstädt in der Beethovenstraße war eine Frau um eine Spende für Schwerbehinderte gebeten worden. Als die Frau im Nachgang zu der Spendenliste recherchierte, wurde ihr bewusst, dass es sich bei den "Spendensammlern" offenbar um Betrüger handelte und erstattete Anzeige bei der Polizei.

Auch waren die Männer auf dem Parkplatz eines Supermarktes in Hartmannsdorf aktiv, wobei ein Zeuge Bilder von den angeblichen Spendensammlern und deren Auto gemacht hatte.

Wie sich bei der Unfallaufnahme herausstellte, konnte der Audi und dessen drei Insassen mit den "Spendensammlern" in Verbindung gebracht werden. Bei der anschließenden Überprüfung der Männer kam heraus, dass diese in verschiedenen Bundesländern wegen Bandenbetrugs zur Aufenthaltsermittlung ausgeschrieben waren.

Die drei rumänischen Staatsbürger, gegen die jeweils noch eine Ordnungswidrigkeitsanzeige wegen Verstoßes gegen die Sächsische Corona-Schutz-Verordnung gefertigt wurde, wurden nach Abschluss aller polizeilichen Maßnahmen entlassen.

Titelfoto: 123R/foottoo

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