Bekommt der Chemnitzer Norden bald eine weiterführende Schule?

Chemnitz - Mehr Bildung für den Chemnitzer Norden: Die Linken im Stadtrat fordern die Einrichtung einer Oberschule oder eines Gymnasiums in einem nördlichen Ortsteil.

Linken-Fraktions-Chefin Susanne Schaper (43) fordert eine neue Schule.
Linken-Fraktions-Chefin Susanne Schaper (43) fordert eine neue Schule.  © Uwe Meinhold

"Bisher ist der Norden blank, alle weiterführenden Schulen konzentrieren sich auf das Zentrum oder den Süden", klagt Stadträtin Sabine Brünler (36).

Zuletzt hatte die Linke im Rathaus nachgefragt, ob eine Oberschule zwischen Röhrsdorf, Borna-Heinersdorf, Glösa-Draisdorf und Ebersdorf geplant sei. Die klare Antwort lautete: Nein. Die Stadt verwies auf die neuen Kapazitäten Hartmannplatz, Kooperationsschule und Annenschule. Zudem würden immer mehr Kinder auf den Gymnasien angemeldet.

Sabine Brünler will die Benachteiligung des Chemnitzer Nordens beenden: "Wenn die Schülerzahlen passen, muss die nächste Schule dort entstehen."

Diese Autobahn-Schilder sollen bald Geschichte sein: Das soll stattdessen darauf stehen
Chemnitz2025 Diese Autobahn-Schilder sollen bald Geschichte sein: Das soll stattdessen darauf stehen

Das sieht die Fraktionsvorsitzende Susanne Schaper (43) genauso: "Die Schüler im Norden sind wild verteilt in der Region und in der Stadt, das geht so gar nicht auf Dauer. Dazu die nicht besonders guten Verkehrsanbindungen - für die Schüler unbefriedigend."

Susanne Schaper schlägt vor, einen möglichst zentralen Schulstandort im Chemnitzer Norden zu suchen "und auch mit freien Trägern über eine Lösung zu sprechen".

Titelfoto: Uwe Meinhold

Mehr zum Thema Chemnitz Politik: