Bröckelhaus-Ärger in Chemnitz: Stadt sieht keinen Handlungsbedarf

Chemnitz - Der schlechte Zustand der Bröckelhäuser in der Limbacher Straße 170 und 172 in Chemnitz sorgte bei Nachbar Michael Hirsch (80) für mächtig Frust. Er ist verärgert, dass sich Stadt und Eigentümer nicht um die Bausubstanz und das verwucherte Gelände kümmern. Die Stadt sieht auf Anfrage grundsätzlich keinen Handlungsbedarf.

Die beiden Bröckelhäuser in der Limbacher Straße sind laut Stadt abgesichert und ohne statische Probleme. Gehandelt werden soll deshalb nicht.
Die beiden Bröckelhäuser in der Limbacher Straße sind laut Stadt abgesichert und ohne statische Probleme. Gehandelt werden soll deshalb nicht.  © Uwe Meinhold

Wie eine Sprecherin mitteilte, werden die beiden Kulturdenkmäler turnusmäßig auf die Einhaltung von Sicherungsmaßnahmen überprüft - so auch zuletzt im zweiten Quartal dieses Jahres.

"Seitens der Denkmalschutzbehörde wird kontrolliert, ob das Objekt verschlossen und somit gegen den Zutritt von Fremden gesichert ist", erklärte die Stadt.

Bisher seien keine statischen oder sicherheitsbezogenen Probleme festgestellt worden, auch wenn die Bausubstanz durch den langen Leerstand angegriffen sei.

Sofern der Eigentümer seiner Sanierungsverpflichtung bis 2025 nachkommt und sich keine Gefahren ergeben, werde die Stadt nicht in das Vorhaben eingreifen.

Titelfoto: Uwe Meinhold

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