CDU-Chef hält Brandrede gegen Chemnitzer Stadtverwaltung

Chemnitz - Brandrede gegen die Stadtverwaltung zum Auftakt der neuen Stadtrats-Saison: CDU-Chef Tino Fritzsche (58) warf der Chemnitzer Rathaus-Spitze die geplante Erhöhung der Müllkosten und Marktgebühren sowie Fehlverhalten beim Festival "Herzschlag" vor.

Kaum hatte die Sitzung begonnen, da rechnete CDU-Chef Tino Fritzsche (58) heftig mit der Verwaltung ab. (Archivfoto)
Kaum hatte die Sitzung begonnen, da rechnete CDU-Chef Tino Fritzsche (58) heftig mit der Verwaltung ab. (Archivfoto)  © Sven Gleisberg

Das Bürgerfest in Chemnitz sei mit außerordentlichem ehrenamtlichen Engagement gestaltet worden. Die Besucherzahl war jedoch überschaubar.

Ein möglicher Grund waren meterhohe Absperrungen mit Sichtschutz um die diversen Gelände.

Dass die Verwaltung später erklärte, dass diese laut Corona-Schutz-Verordnung gar nicht notwendig gewesen wären, kommentierte Fritzsche so: "Da stimmt was nicht. In der Kommunikation und in der Wahrnehmung."

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Harmonischer wurde es danach bei den Beschlussanträgen zum Umbau der Grundschule Adelsberg (4,4 Millionen Euro) und zum Winterdienstkonzept 2021/2022.

Selbst die umstrittene Vorlage des Ordnungsamtes, die lediglich zwei verkaufsoffene Sonntage (28.11. und 12.12.) in der City vorsieht, wurde durchgewunken. Dies jedoch vor dem Hintergrund, dass die SPD und die CDU später mit einem eigenen Beschlussantrag weitere Sonntage für die Chemnitzer Einkaufscenter rausschlugen.

Ebenso erfolgreich war ein Antrag zur Konzeption der E-Scooter. Dieser verpflichtet die Stadt, ihre Abmachungen mit den Anbietern "Tier" und "Bird" offenzulegen. Das solle dabei helfen, Regelungen über Abstellorte und Anzahl der Flotten zu treffen.

Der Chemnitzer Stadtrat tagte am Mittwoch das erste Mal seit der Sommerpause. Und es gab offensichtlichen Redebedarf.
Der Chemnitzer Stadtrat tagte am Mittwoch das erste Mal seit der Sommerpause. Und es gab offensichtlichen Redebedarf.  © Uwe Meinhold

Ordnungsbürgermeister Miko Runkel (60, parteilos) äußerte sich zu den Problemen wie etwa den vielen Trunkenheitsfahrten zuvor kritisch.

Titelfoto: Uwe Meinhold/Sven Gleisberg

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