Chemnitzer AfD fordert Porno-Sperre fürs öffentliche WLAN

Chemnitz - Zu viel Porno im öffentlichen Raum? Die AfD-Fraktion fordert eine Sperre für Sex- und Gewaltseiten in freien WLAN-Netz. Grund für den Vorstoß ist ein Vorfall am Tietz: Ein Mann (32) wurde beim Onanieren erwischt. Auch die Rathaus-Stele sorgte kürzlich für einen Skandal (TAG24 berichtete).

Nico Köhler (43, AfD) will Jugendliche vor Sex- und Gewaltseiten im Internet schützen.
Nico Köhler (43, AfD) will Jugendliche vor Sex- und Gewaltseiten im Internet schützen.  © Kristin Schmidt

"Über Schlüsselbegriffe müssen bestimmte Seiten blockiert werden, die Gewalt und Pornos zeigen", sagt AfD-Stadtrat Nico Köhler (44). Vor wenigen Tagen geisterte ein Video durchs Netz. Zu sehen: ein Mann, der sich vor dem Tietz in aller Öffentlichkeit selbst befriedigte. 

Die Polizei bestätigt den Vorfall und hat bereits einen Tatverdächtigen (32) ermittelt. Unklar ist, ob der Mann das kostenlose Freifunk-Netz vom Tietz genutzt hat.

Von der Porno-Sperre hält Freifunker Steffen Förster (33) überhaupt nichts. "Jugendschutz ist nun mal eine Form von Zensur." Über ein sogenanntes Blacklisting könnte man zwar diverse Seiten ausblenden. Dann bestehe aber die Gefahr, dass Hacker völlig harmlose Seiten auf diese Liste setzen. 

Derselben Meinung ist Toni Rotter (32) von der Grünen-Fraktion: "Ein medienpädagogischer Ansatz ist viel sinnvoller."

Vor rund zwei Wochen zeigte die Multimedia-Stele vor dem Rathaus einen Porno

Die Multimedia-Stele vor dem Rathaus ist übrigens wieder in Betrieb und zeigt jetzt 51 Plakate der Open Air Gallery in Zusammenhang mit der Kulturhauptstadtbewerbung 2025. 

Vor zwei Wochen hatten offenbar Hacker die Kontrolle übernommen und ließen Schmuddelfilme über den Bildschirm laufen.

Titelfoto: Kristin Schmidt

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