Aufgebrochen und überfüllt: Chemnitz hat ein Altkleider-Problem!

Chemnitz - Wegen überfüllter oder aufgebrochener Container gleichen viele Altkleidersammelplätze eher Müll-Deponien. Besonders schlimm sah es in den vergangenen Monaten in Bernsdorf aus.

CDU-Stadtrat Kai Hähner (47) will die Vergabe von Standplätzen für Altkleidercontainer prüfen lassen.
CDU-Stadtrat Kai Hähner (47) will die Vergabe von Standplätzen für Altkleidercontainer prüfen lassen.  © Maik Börner

"Aufgrund der Krise auf dem Altkleidermarkt ziehen private Unternehmen ihre Container teilweise ab oder verschließen diese, sodass der Anfall an den kommunalen Containern steigt und die Ordnung und Sauberkeit an diesen Plätzen beeinträchtigt wird", räumt Ordnungs-Bürgermeister Miko Runkel (59, parteilos) auf Anfrage von CDU-Stadtrat Kai Hähner (47) ein.

"Der ASR reagiert unverzüglich auf Hinweise von Bürgern und städtischen Ämtern", versichert Runkel.

Wegen der Corona-Pandemie sind die Absatzmärkte für Altkleiderverwerter zusammengebrochen. 

Gleichzeitig fehlen Bedürftigen in der Region die Kleiderspenden. Seit der Neuvergabe der Standorte für Kleider-Container Ende letzten Jahres ist die Zahl der Container, die beispielsweise das DRK aufstellen darf, um rund zwei Drittel geschrumpft.

Angesichts dieser Entwicklung fordert der CDU-Stadtrat: "Kontrollen durch die Stadt genügen nicht. Wenn sich der Markt für Altkleider so drastisch geändert hat, sollte eine Neuvergabe der Standplätze zeitnah geprüft werden." 

Titelfoto: Maik Börner

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