Probleme wegen Verschiebung des Chemnitzer Wahltermins: Brauchen wir jetzt neue OB-Kandidaten?

Chemnitz - Frust bei den Chemnitzer Parteien und Politikern: Nach der Verschiebung der Oberbürgermeisterwahl in den Herbst müssen sie eventuell auch neue Kandidaten wählen. Die Landesregierung prüft gerade, ob die alten Nominierungen für den Wahltermin im Juni auch im September noch gültig sind.

Die SPD müsste ihren OB-Kandidat Sven Schulze (47) in einer Versammlung erneut wählen. Foto: Uwe Meinhold
Die SPD müsste ihren OB-Kandidat Sven Schulze (47) in einer Versammlung erneut wählen. Foto: Uwe Meinhold  © Uwe Meinhold

Maik Otto (42, SPD) ist überrascht: "Dann müssen wir eine neue Mitgliederversammlung einberufen. Für mich bleibt Sven Schulze der richtige Kandidat, weil er ein Profi im Rathaus ist."

CDU und Grüne sind gelassen. Tino Fritzsche (57, CDU): "Wir haben mit Almut Patt eine gute Kandidatin. Ich kann mir nicht vorstellen, dass sich daran etwas ändert." 

Und Christin Furtenbacher (35, Grüne) wird noch deutlicher: "Notfalls wählen wir Volkmar Zschocke eben noch einmal." Allerdings weiß die grüne Landesvorsitzende: "Natürlich könnte bei einer neuen Nominierung auch ein neuer Kandidat oder Kandidatin antreten."

Morgenluft wittert der zuletzt unterlegende AfD-Kandidat Nico Köhler (44). In einer dramatischen Versammlung im Februar hatte er gegen den Bundestagsabgeordneten Ulrich Oehme (59) verloren. 

"Wenn wir den OB-Kandidaten noch einmal neu wählen müssen, trete ich wieder an. Natürlich in der Hoffnung, dieses Mal zu gewinnen."

Sauer über den möglichen Neustart der OB-Kandidaten ist Jens-Uwe Jahn (57) alias DJ Geyer: "Ich habe 400 Unterschriften für meine Kandidatur gesammelt. Diese Stimmen sollten auf jeden Fall erhalten bleiben."

Für die CDU bleibt Almut Patt (51) die richtige OB-Kandidiatin.
Für die CDU bleibt Almut Patt (51) die richtige OB-Kandidiatin.  © Kristin Schmidt
"Notfalls wählen wir Volkmar Zschocke eben noch mal", sagt Landessprecherin Christin Furtenbacher (35, Grüne). Foto:
"Notfalls wählen wir Volkmar Zschocke eben noch mal", sagt Landessprecherin Christin Furtenbacher (35, Grüne). Foto:  © Kristin Schmidt
Der Kampf ums Rathaus wurde durch Corona vertagt. Vielleicht müssen die OB-Kandidaten neu gewählt werden. Unterstützer-Unterschriften könnten verfallen.
Der Kampf ums Rathaus wurde durch Corona vertagt. Vielleicht müssen die OB-Kandidaten neu gewählt werden. Unterstützer-Unterschriften könnten verfallen.  © Maik Börner
Jens-Uwe Jahn alias DJ Geyer (57) hat 400 Unterschriften gesammelt. Die will er nicht verfallen lassen.
Jens-Uwe Jahn alias DJ Geyer (57) hat 400 Unterschriften gesammelt. Die will er nicht verfallen lassen.  © Kristin Schmidt
Sauer über den möglichen Neustart der OB-Kandidaten ist Jens-Uwe Jahn (57) alias DJ Geyer: "Ich habe 400 Unterschriften für meine Kandidatur gesammelt. Diese Stimmen sollten auf jeden Fall erhalten bleiben."

Titelfoto: Maik Börner

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