Chemnitz: Müllpreis-Erhöhung vorerst vom Tisch

Chemnitz - Der Kostenhammer lässt noch auf sich warten: Die Erhöhung der Müllgebühren in Chemnitz flog von der Tagesordnung des Stadtrates.

Für eine Erhöhung der Müllgebühren muss der Stadtrat dieser zuerst zustimmen. Die Entscheidung wurde nun auf Februar 2022 vertagt.
Für eine Erhöhung der Müllgebühren muss der Stadtrat dieser zuerst zustimmen. Die Entscheidung wurde nun auf Februar 2022 vertagt.  © Uwe Meinhold

Wie Oberbürgermeister Sven Schulze (50, SPD) erklärte, wolle er die Sitzungszeit in Anbetracht des hohen Infektionsgeschehens verschlanken.

Eigentlich hätten Chemnitzer ab Januar 2022 mehr für die Abholung ihres Mülls bezahlen müssen: bei der Grundgebühr 43,92 Euro pro Haushalt und Jahr (bisher 32,16 Euro), beim Restmüll 16,50 Euro pro Kubikmeter und Woche (bisher 12 Euro) und beim Bioabfall 8,66 Euro pro Kubikmeter und Woche (bisher 6,75 Euro).

Ohne Zustimmung des Stadtrates können die Bürger jedoch nicht (stärker) zur Kasse gebeten werden. Da der entsprechende Beschlussantrag nun aber in die Februarsitzung des Gremiums verlegt wird, können die erhöhten Kosten, die für Januar 2022 vorgesehen waren, noch nicht beschlossen werden.

Zwischenzeitlich, so der OB, müsse der Städtische Abfallbetrieb ASR die Mehrkosten kompensieren: "Im Zweifelsfall müssen wir als Stadt Geld nachschießen."

Titelfoto: Uwe Meinhold

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