Weil ihm die ICE-Anbindung viel zu lange dauert: OB-Kandidat droht mit Dieselbus-Demo in Berlin

Chemnitz - Eine Fernbahnanbindung für Chemnitz erst ab 2030? Gegen diesen Plan wehrt sich Oberbürgermeister-Kandidat Lars Fassmann (43, parteilos): "Wenn das mit Großprojekten so weiterläuft, können erst unsere Enkel in Chemnitz in einen ICE steigen! Ich fordere Schnellzüge nach Dresden und Leipzig ab 2025. Sonst rufe ich zur Groß-Demo mit CVAG-Dieselbussen in Berlin auf!"

Lars Fassmann (43, parteilos) droht mit einer Bus-Demo. Er fordert einen schnellen ICE-Anschluss für Chemnitz.
Lars Fassmann (43, parteilos) droht mit einer Bus-Demo. Er fordert einen schnellen ICE-Anschluss für Chemnitz.  © Kristin Schmidt

Jahr für Jahr wird in der Politik über Verkehrswegepläne, Elektrifizierung und Prioritätenlisten diskutiert. Passiert ist nichts.

Für Lars Fassmann ein Affront: "Die Wirtschaft leidet unter dem Zustand, ebenso Pendler. Das Außenbild von Chemnitz ist verheerend." Der Politiker fordert "Schluss mit dem Rumgeier"! 

Schließlich soll man von Chemnitz bis zum Start der Kulturhauptstadt "alle 30 Minuten in 30 Minuten per Bahn nach Leipzig und Dresden" kommen können.

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SPD-Kandidat Sven Schulze (48) springt auf den Zug auf: "Wir müssen schneller werden und die Ungleichbehandlung der Stadt korrigieren." Zur Not könnte Schulze auch mit Diesel-ICs leben - "Verbindung ist vorerst wichtiger als ökologische Perfektion".

Während Lars Fassmann die Interessen der Chemnitzer notfalls mit einer Demo in Berlin unterstreichen will, setzt OB-Kandidatin Almut Patt (51, CDU) auf "eine Beschleunigung der Planungsprozesse mit der Staatsregierung". 

Noch rumpelt die MRB von Chemnitz nach Leipzig. Lars Faßmann fordert eine schnellere Elektrifizierung der Strecke.
Noch rumpelt die MRB von Chemnitz nach Leipzig. Lars Faßmann fordert eine schnellere Elektrifizierung der Strecke.  © Jan Woitas/dpa

Generell sagt sie: "Alles, was den Bahnanschluss und die Kulturhauptstadt-Bewerbung befördert, ist erwünscht."

Titelfoto: Kristin Schmidt

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