Agieren, abwarten, anprangern: So reagieren die Chemnitzer OB-Kandidaten in der Krise

Chemnitz - Virus statt Wahlkampf: Für die Kandidaten zur Oberbürgermeisterwahl läuft nichts wie geplant. Deren Umgang mit der aktuellen Krisen-Situation ist ganz unterschiedlich: Von Meckern, Handeln bis Weiterdenken ist alles dabei.

Almut Patt (51, CDU)
Almut Patt (51, CDU)  © Kristin Schmidt

CDU-Kandidatin Almut Patt (51) nahm als Stadträtin noch schnell einen Termin im Demonstrationszentrum WohnXperium wahr, ließ sich dort über neueste technische Möglichkeiten beim Umbau von Senioren-Wohnungen informieren: "Wir dürfen bei allen aktuellen Problemen nicht den Blick dafür verlieren, was sonst noch wichtig ist. Das gilt besonders für alte und schwache Menschen, die gerade jetzt Gefahr laufen, zu vereinsamen."

Kämmerer Sven Schulze (48, SPD) bleibt derzeit vor lauter Corona-Management keine Zeit für Extra-Termine. Er stellte alle Wahlkampf-Aktivitäten ein: "Und dabei bleibt es, bis die Krise überwunden ist."

Lars Fassmann (42), der als unabhängiger Kandidat antreten will, sorgt sich um die geforderten Unterstützer-Unterschriften. Die Listen liegen eigentlich im Rathaus aus. 

"Doch das Rathaus wird geschlossen. Die Stadt muss über Alternativen informieren", fordert der Unternehmer und kritisiert via Facebook das städtische Untersuchungszentrum in der Messe als "nicht durchdacht". 

Auch DJ Geyer alias Jens-Uwe Jahn (57) ist stinksauer, weil die Unterschriftslisten für ihn nicht im Rathaus ausliegen: "Ich werde massiv benachteiligt und behalte mir einen Einspruch gegen die Wahl vor." 

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Sven Schulze (48, SPD)
Sven Schulze (48, SPD)  © Uwe Meinhold
Lars Fassmann (42)
Lars Fassmann (42)  © Maik Börner
Jens-Uwe Jahn (57)
Jens-Uwe Jahn (57)  © Kristin Schmidt

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