OB-Wahl in Chemnitz: Wo hatte Sieger Sven Schulze die Nase vorn?

Chemnitz - Seit Sonntagabend steht es fest: Der neue Chemnitzer Oberbürgermeister heißt Sven Schulze (48, SPD). Im zweiten Wahlgang konnte der bisherige Kämmerer die meisten Stimmen holen und sich mit insgesamt 34,88 Prozent gegen die Mitbewerber um den Chefposten im Rathaus, durchsetzen. Wir verraten, in welchen Stadtteilen der neue OB die Nase vorn hat und wo er noch etwas Überzeugungsarbeit leisten muss.

Sven Schulze (48, SPD) ist neuer Chemnitzer Oberbürgermeister.
Sven Schulze (48, SPD) ist neuer Chemnitzer Oberbürgermeister.  © Kristin Schmidt

Nachdem Sven Schulze bereits am 20. September den ersten Wahlgang mit 23,06 Prozent knapp für sich entscheiden konnte, holte er am Sonntag praktisch einen Start-Ziel-Sieg. 

Bei einer Wahlbeteiligung von 46,87 Prozent (91.331 Wähler von möglichen 194.850) verwies er seine Verfolgerinnen Almut Patt (51, CDU) mit 22,03 Prozent (1. Wahlgang: 21,39 Prozent) und Susanne Schaper (42, Linke) mit 16,12 Prozent (1. Wahlgang: 15,12) auf die Plätze zwei und drei.

In fast allen Stadtteilen konnte der 48-Jährige die (einfache) Mehrheit erringen. 

In der Top Fünf der Stadtteile sieht das dann so aus: Absoluter Spitzenreiter ist der Kapellenberg mit 40,15 Prozent. Im Yorckgebiet konnte Schulze 38,22 Prozent der Stimmen für sich holen, in Erfenschlag 37,54 Prozent, in Helbersdorf 37,47 Prozent und in Schönau 36,87 Prozent.

Auch bei der Briefwahl, die 38.148 Chemnitzer nutzten, hat er die Nase vorn und erreichte 37,92 Prozent der Stimmen.

Vereidigung voraussichtlich Ende November

Nur zwei Stadtteile konnte der SPD-Kandidat offenbar noch nicht ganz von sich überzeugen: In Harthau und Mittelbach hat CDU-Kandidatin Almut Patt mehr Stimmen als der neue OB. Patt kommt in Harthau auf 26,11 Prozent und in Mittelbach auf 32,51 Prozent. Schulze folgt ihr dicht auf mit 24,95 Prozent (Harthau) und 25,70 Prozent (Mittelbach).

"Ich bin von diesem sehr deutlichen Ergebnis völlig überwältigt", sagte Sven Schulze am Wahlabend gegenüber TAG24. "Es ermutigt mich in dem, was ich den Wählerinnen und Wählern rüberbringen wollte. Ich nehme die große Verantwortung an. Nach dem trennenden Wahlkampf will ich jetzt wieder alle zusammenführen."

Der 48-Jährige wird voraussichtlich am 25. November in seinem neuen Posten vereidigt (TAG24 berichtete). 

Titelfoto: Kristin Schmidt

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