Nach Kampfansage: OB-Kandidatin Schaper geht klöppeln

Chemnitz - Wahlkampf extrem: Der gescheiterte Oberbürgermeister-Kandidat Jens-Uwe Jahn (57, parteilos) alias DJ Geyer hatte die Linken-Kandidatin Susanne Schaper (42) attackiert mit dem Satz, sie solle "lieber klöppeln gehen".

Klöppeln für den Wahlkampf: Susanne Schaper (42, Linke) ließ sich von Helga Kühn (69) in die Handwerkskunst einweisen.
Klöppeln für den Wahlkampf: Susanne Schaper (42, Linke) ließ sich von Helga Kühn (69) in die Handwerkskunst einweisen.  © Kristin Schmidt

"Das lasse ich mir nicht zweimal sagen", konterte die Ratsfrau und ging am Kaßberg klöppeln.

Susanne Schaper ließ sich in der Klöppel-Stube von Helga Kühn (69) in die Grundlagen der uralten Handarbeitstechnik einweisen. Sie hatte Respekt: "Bei fünf Klöppel-Paaren fürchtete ich, mir die Finger zu verklöppeln." 

Zum Glück hat die Linke keine zwei linken Hände, wie Helga Kühn anerkennend feststellte.

Die Chemnitzerin begann kurz nach der Wende mit ihrer Klöppel-Stube, "weil es in der Region viele Hobby-Klöpplerinnen gab, aber kaum Material". Sie organisierte Klöppel-Reisen, gab Kurse und "zeigte Wessis, dass Klöppeln einen sozialen Aspekt hat". 

Der Besuch der Politikerin gefiel Helga Kühn: "Frau Schaper hat sich sehr gut angestellt." 

Titelfoto: Kristin Schmidt

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