Nach OB-Wahl in Chemnitz: Das sagen die Kandidaten zum Ergebnis

Chemnitz - Die erste Runde bei der Oberbürgermeisterwahl in Chemnitz ist gelaufen: Der Überraschungssieger heißt Sven Schulze (48, SPD) mit 23,1 Prozent der Stimmen. Dahinter landete Almut Patt (51, CDU) mit 21,4 Prozent. Der zweite und entscheidende Wahlgang am 11. Oktober bleibt spannend. TAG24 hat nachgefragt: Das sagen die OB-Kandidaten zum Ergebnis.

Sven Schulze (48, SPD)

Schulze, der überraschende Gewinner,  ist vom Ergebnis positiv überrascht: "Ich bin froh über das gute Abschneiden. Und über die schwache AfD." Zum weiteren Vorgehen will er noch nicht viel verraten: "Wir werden jetzt Gespräche führen. Aber wie es weitergeht, hängt ja nicht nur von mir ab", sagt Schulze.

Wahlsieger Sven Schulze (48, SPD) ist positiv überrascht.
Wahlsieger Sven Schulze (48, SPD) ist positiv überrascht.  © Maik Börner

Almut Patt (51, CDU)

Patt zeigt sich zufrieden: "Das Ergebnis sieht gut aus. Es bestätigt die Wechselbereitschaft der Wähler und die Offenheit für Neues." Das bestärkt sie auch in ihrer eigenen Strategie: "Wir werden weitermachen wie bisher. Das heißt: intensives Gespräch mit den Bürgern und Nähe zu den Menschen."

Almut Patt (51, CDU) freut sich über das Ergebnis.
Almut Patt (51, CDU) freut sich über das Ergebnis.  © Maik Börner

Susanne Schaper (42, Linke)

Schaper hat eines ihrer Ziele erreicht: "Ich bin zufrieden, wenn wir vor der AfD landen", sagt sie. Nun geht es ins Gespräch: "Wir werden mit den anderen Demokraten reden und unsere Forderungen stellen." Alles Weitere hängt davon ab, ob die Forderungen erfüllt werden: "Ich schließe nichts aus."

Susanne Schaper (42, Linke) ist froh, vor der AfD gelandet zu sein.
Susanne Schaper (42, Linke) ist froh, vor der AfD gelandet zu sein.  © Maik Börner

Ulrich Oehme (60, AfD)

Oehme hat mit einem ähnlichen Ergebnis gerechnet: "Es zeigt das gleiche wie die Umfragen. Da ist noch vieles offen." Einen konkreten Plan, wie der Wahlkampf weitergehen soll, gibt es noch nicht. Auch ob er weiterhin antritt, ist noch offen: "Wir werden uns morgen erst mal zusammensetzen und analysieren."

Ulrich Oehme (60, AfD) hatte mit dem Ergebnis gerechnet.
Ulrich Oehme (60, AfD) hatte mit dem Ergebnis gerechnet.  © Maik Börner

Lars Faßmann (43, parteilos)

Faßmann sieht trotz seines guten Abschneidens Luft nach oben: "Mit einem zweistelligen Ergebnis kann man zufrieden sein, auch wenn immer mehr geht", sagt er. Ein Rückzug für den zweiten Wahlgang kommt für ihn daher nicht infrage: "Ich werde auf jeden Fall weiter antreten. Es gibt Potenzial für mehr."

Lars Faßmann (43, parteilos) sieht Luft nach oben.
Lars Faßmann (43, parteilos) sieht Luft nach oben.  © Maik Börner

Volkmar Zschocke (51, Grüne)

Zschocke hätte mehr erwartet: "Ich bin etwas enttäuscht, da das Ergebnis unter dem der letzten Landtagswahl liegt." Ob er auch im zweiten Wahlgang antreten wird, ist unsicher: "Wir werden das gemeinsam im Kreisverband entscheiden. Aber wir sind bereit für das Gespräch mit anderen Parteien."

Volkmar Zschocke (51, Grüne) ist etwas enttäuscht über das Wahlergebnis.
Volkmar Zschocke (51, Grüne) ist etwas enttäuscht über das Wahlergebnis.  © Maik Börner

Bei der Wahl am Sonntag gab es eine Wahlbeteiligung von 49,71 Prozent, besser als 2013 (40,7).

Titelfoto: Maik Börner

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