Wahlprogramm vorgestellt: So will AfD-Mann Oehme Chemnitzer OB werden

Chemnitz - Wenn es nach Ulrich Oehme (60, AfD) geht, hätte Chemnitz nie eine Kulturhauptstadtbewerbung für 2025 eingereicht. Der OB-Kandidat sieht keinen Sinn darin, weiter um den Titel zu kämpfen.

Will Nachfolger von Oberbürgermeisterin Barbara Ludwig (58, SPD) werden: AfD-Kandidat Ulrich Oehme (60).
Will Nachfolger von Oberbürgermeisterin Barbara Ludwig (58, SPD) werden: AfD-Kandidat Ulrich Oehme (60).  © Uwe Meinhold

"Ich glaube nicht, dass Chemnitz eine Kulturhauptstadt ist. Ich sehe wenig Chancen auf den Titel", sagt Oehme. Aus seiner Sicht sehe das auch die Mehrheit der Chemnitzer so. Er hätte sich eine Bürgerabstimmung gewünscht.

Den Vorschlag der Stadt, den Abschnitt zwischen Roter Turm und Brühl als Flaniermeile zu etablieren, will der Eubaer aber mit seinem Wahlprogramm unterstützen - und erweitern: "Auch im Rosenhof ist seit 30 Jahren nix passiert." 

Außerdem will der Bundestagsabgeordnete die Wirtschaft stärken und die Kooperation mit der TU Chemnitz ausweiten. 

"Die Russland-Sanktionen müssen beendet werden." Mit seiner durch Moskau bezahlten Krim-Reise sorgte der OB-Kandidat zuletzt für Aufsehen (TAG24 berichtete).

Innerhalb der AfD bekennt sich Oehme zum sogenannten rechten Flügel: "Den Kalbitz-Ausschluss halte ich für rechtlich bedenklich." Nach den Auseinandersetzungen um seine Parteimitgliedschaft wegen Kalbitz' rechtsextremer Vergangenheit ist Brandenburgs AfD-Chef gestern wieder formell in sein altes Amt gewählt worden.

Am 20. September wählt Chemnitz seinen neuen Oberbürgermeister.

Titelfoto: Uwe Meinhold

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