Pro Chemnitz unterstellt Kind von Grünen-Politikerin Corona-Infektion

Chemnitz - Grotesk! Die rechte Bürgerbewegung Pro Chemnitz nutzt die Angst vor Corona zum Angriff auf den politischen Gegner. 

Die rechte Bürgerbewegung Pro Chemnitz behauptete auf Facebook, dass sich eine Tochter von Christin Furtenbacher (Grüne) mit dem Coronavirus infiziert habe. 
Die rechte Bürgerbewegung Pro Chemnitz behauptete auf Facebook, dass sich eine Tochter von Christin Furtenbacher (Grüne) mit dem Coronavirus infiziert habe.   © Kristin Schmidt

Die Gruppe behauptete bei Facebook, dass sich eine Tochter der Grünen-Stadträtin Christin Furtenbacher angesteckt habe. Die Politikerin würde die Erkrankung verschweigen und andere Schüler gefährden.

"Da ist nichts dran", sagt Christin Furtenbacher. "Es ist schäbig, aus der schlimmen Krankheit politisches Kapital schlagen zu wollen." Christin Furtenbacher will umgehend Anzeige gegen Pro Chemnitz erstatten - "wegen Verleumdung und übler Nachrede".

Gegen 14 Uhr postete Pro Chemnitz die Nachricht auf Facebook. Die Behauptung: Christin Furtenbacher soll in Italien gewesen sein. "Seither zeige zumindest eins der zwei Kinder Anzeichen eines Corona-Virus, heißt es aus Schulkreisen." Zudem lehne die Politikerin einen Test ab.

Der Post wurde gut 60 Mal geteilt, danach von Pro Chemnitz gelöscht.

Christin Furtenbacher stellt klar: "Kein Mitglied unserer Familie war in Italien. Eine Tochter war im Februar in Matrei in Österreich. Danach hatte sie eine Erkältung und war eine Woche lang zuhause. Diese Woche geht sie wieder zur Schule."

Die rechte Bürgerbewegung Pro Chemnitz postete die Unterstellung auf Facebook. Kurze Zeit später war der Post wieder verschwunden.
Die rechte Bürgerbewegung Pro Chemnitz postete die Unterstellung auf Facebook. Kurze Zeit später war der Post wieder verschwunden.  © Schreenshot/Bürgerbewegung PRO CHEMNITZ

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