Chemnitz: Abwasser wird ab Januar teurer

Chemnitz - Nach dem September-Intermezzo in der Stadthalle tagte der Chemnitzer Stadtrat am Mittwoch wieder im CFC-Stadion. 

Am Freibad Bernsdorf baute der ESC schon einen Abwasserkanal. Mehr als 50 Bau- und Sanierungsmaßnahmen kommen 2021 dazu.
Am Freibad Bernsdorf baute der ESC schon einen Abwasserkanal. Mehr als 50 Bau- und Sanierungsmaßnahmen kommen 2021 dazu.  © Ralph Kunz

Barbara Ludwig (58, SPD) erntete zum Abschied Lob für Stadion-Bau und "Conti-Loch"-Füllung. Kritik gab es für die abgekühlte Beziehung zwischen Stadt und TU.

Dann war Sachpolitik angesagt. Die Abwasser-Gebühren steigen ab Januar. Nur der Kubikmeter-Preis bei Einleitung und Reinigung durch Kläranlage bleibt bei 1,71 Euro.

Richtig teuer wird es bei abflusslosen Kleinkläranlagen oder Fäkaliengruben. Dort steigt der Entsorgungspreis um bis zu 75 Prozent. 

Hintergrund: Der Entsorgungsbetrieb der Stadt Chemnitz (ESC) braucht Geld. Er pumpt 2021 rund 36,5 Millionen Euro in marodes Kanalnetz und Kläranlagen.

Eine Flut droht bei den Bankschulden des ESC. Sie steigen bis 2025 um 50 auf 243 Millionen Euro.

Heiß diskutiert wurde der unsichere Weihnachtsmarkt und eine mögliche Verlängerung über den 6. Januar 2021 hinaus. Die wurde mehrheitlich abgeschmettert.

Die Durchführung des Weihnachtsmarkts steht auf der Kippe, hängt vom Verlauf der Corona-Krise ab. 

Titelfoto: Ralph Kunz

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