C³ droht Pleite! Stadtrat beschließt Millionen-Finanzspritze

Chemnitz - Der Stadtrat tagte am Mittwoch zum letzten Mal vor der Sommerpause und im Ausweich-Standort CFC-Stadion. Am 23. September soll es wieder ins Rathaus zurückgehen. 

Die Fixkosten für die Stadthalle sind hoch. Veranstalter C³ rechnet für 2020 mit einem coronabedingten Minus von 5,7 Millionen Euro.
Die Fixkosten für die Stadthalle sind hoch. Veranstalter C³ rechnet für 2020 mit einem coronabedingten Minus von 5,7 Millionen Euro.  © Uwe Meinhold

Große Sorgenkinder im zweiten Maßnahmenpaket waren die Chemnitzer Veranstaltungszentren und der öffentliche Nahverkehr.

Weil C³ (u.a. Stadthalle) die Insolvenz droht, gibt die Stadt weitere 1,5 Millionen Euro. Die Versorgungs- und Verkehrsholding (VVHC) erhält 1,3 Millionen Euro, weil sich das Jahres-Minus um acht Millionen Euro erhöhen könnte.

Seit Mitte März blieben Messe- und Stadthalle, Congress-Center und Wasserschloss Klaffenbach ohne Groß-Events. C³ rechnet für 2020 mit 5,7 Millionen Euro weniger Umsatz und spart, wo es geht - bei Material und Personal.

Kurzarbeit gilt seit April und könnte über den 1. September hinaus verlängert werden. Auch die Fixkosten drücken, Rücklagen hat die C³ fast keine.

Düster sieht es auch bei der CVAG aus. Im April blieben 60, im Mai 45 Prozent der Fahrgäste weg (TAG24 berichtete). Zwar wurden weniger Diesel und Strom verbraucht, aber Schutzkleidung war teuer. Das coronabedingte Defizit von 3,9 Millionen Euro muss die VVHC ausgleichen.

Ebenfalls 3,9 Millionen Euro Miese hat auch der kommunale Versorgungsdienstleister eins/KVC. Dieser Fehlbetrag wird in die Bilanz 2021 mitgeschleppt.

Titelfoto: Uwe Meinhold

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