Chemnitz (ver-)braucht Millionen

Chemnitz - Bei den Steuer-Einnahmen rechnet das Rathaus mit einem 40-Millionen-Euro-Loch wegen Corona. Wie viel das Land davon ersetzt, klärt erst die Steuerschätzung im Oktober. Dennoch muss Chemnitz viel Geld in die Hand nehmen: für ein zweites Corona-Paket, die Eisschnell-Laufbahn und die Sanierung einer Kita.

Oberbürgermeisterin Barbara Ludwig (58, SPD) will in der letzten Stadtratssitzung im Stadion-Exil noch mal alles geben.
Oberbürgermeisterin Barbara Ludwig (58, SPD) will in der letzten Stadtratssitzung im Stadion-Exil noch mal alles geben.  © Uwe Meinhold

"Das zweite Maßnahmenpaket ist eine Zwischenbilanz. Wir versuchen, finanzielle Folgen abzufedern", erklärt OB Barbara Ludwig (58, SPD).

Von drei Millionen Euro gehen 1,3 Millionen Euro an Versorgung und Verkehr, 1,5 Millionen an C3. Beim Rückbau der Eisschnell-Laufbahn wurden Asbest und nasse Dämmung freigelegt. Die 50 Jahre alte Prallwand muss auch weg. Baumehrkosten: etwa 1,7 Millionen Euro. Zeitverzögerung: gut acht Wochen. Erst ab 2021 können hier Kurven gekratzt werden.

Die Kita an der Michaelstraße wird von März 2021 bis November 2022 kernsaniert. Für Toiletten, Dach und Therapieräume legt die Stadt 3,25 Millionen Euro hin.

Mit der Sitzung im Stadion am 15. Juli verabschiedet sich der Stadtrat in die Sommerpause. 

Die Kita an der Michaelstraße ist heruntergekommen. Der Bau aus den 1970er-Jahren soll für 3,25 Millionen Euro saniert werden.
Die Kita an der Michaelstraße ist heruntergekommen. Der Bau aus den 1970er-Jahren soll für 3,25 Millionen Euro saniert werden.  © Sven Gleisberg

Am 23. September holen "die Sorgen" den Rat wieder ein. 

Titelfoto: Sven Gleisberg

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