Linke-Kandidatin Schaper will mehr Bürgerentscheide für Chemnitz

Chemnitz - Der Wahlkampf geht langsam so richtig los. Am Montag stellte auch Linke-Kandidatin Susanne Schaper (42) ihr Programm für die OB-Wahl am 20. September vor. Unter anderem will sie mehr direkte Demokratie in der Stadt.

OB-Kandidatin Susanne Schaper (42, Linke) stellte am Montag ihr Wahlprogramm in der Innenstadt vor.
OB-Kandidatin Susanne Schaper (42, Linke) stellte am Montag ihr Wahlprogramm in der Innenstadt vor.  © Kristin Schmidt

"Wenn ich gewählt werde, würde ich die Bürger über kontroverse Entscheidungen abstimmen lassen. Wenn man zum Beispiel für das Stadion eine gewisse Summe ausgibt, muss man vorher die Leute fragen, die das bezahlen." 

Dass das Instrument des Bürgerentscheids bisher kaum genutzt wurde, habe zur Politikverdrossenheit beigetragen: "Letztendlich haben wir alle etwas davon, wenn die Mehrheit entscheidet. Dann hören die ewigen Debatten auf."

Susanne Schaper will zudem eine "lebens- und liebenswerte Stadt für alle Generationen". Dazu könne sie sich vorstellen, Industriebrachen künftig als Multifunktions- und Mehrgenerationenhäuser zu nutzen. 

"Zum Beispiel sind dann Kurzzeitpflegeplätze, Wohnungen und eine Künstlerwerkstatt unter einem Dach. Oder es gibt ein Begegnungszentrum, wo man sowohl klöppeln als auch Graffiti sprayen kann." 

Die Wahlplakate sollen in den kommenden Tagen aufgehängt werden.
Die Wahlplakate sollen in den kommenden Tagen aufgehängt werden.  © Kristin Schmidt

Schaper plädiert in ihrem Programm außerdem für wohnortnahe medizinische Versorgung und Schulstandorte sowie ein 365-Euro-Jahres-Ticket für den ÖPNV.

Titelfoto: Kristin Schmidt

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