Chemnitzer Nadelöhr wird endlich beseitigt: Lkw-Maut finanziert Einfädel-Spur am Neefepark

Chemnitz - Innerstädtischer Lkw-Verkehr ist nicht gern gesehen - außer wenn er Geld in die Kasse spült! Auch Chemnitz profitiert seit 2018 von der Lkw-Maut für Bundesstraßen innerhalb von Stadtgrenzen. Mit dem Geld soll unter anderem die ewig geplante Verlängerung der Einfädel-Spur am Neefepark finanziert werden.

Um die Einfädelspur zu verlängern, muss zeitgleich die angrenzende Brücke saniert und verbreitert werden, über die die Neefestraße führt.
Um die Einfädelspur zu verlängern, muss zeitgleich die angrenzende Brücke saniert und verbreitert werden, über die die Neefestraße führt.  © Ralph Kunz

Rund 1,7 Millionen Euro erhielt die Stadt bisher als Anteil für die von Lastern als Ortsdurchfahrten genutzten Strecken im Stadtgebiet, teilte Baubürgermeister Michael Stötzer (48, Grüne) auf Anfrage von Stadtrat Frank Müller-Rosentritt (38, FDP) mit.

Aus den Einnahmen von 2020 kann Chemnitz mit rund 960.000 Euro rechnen. Das Geld soll in die Verbesserung der Infrastruktur von Bundesstraßen fließen. Dieses Jahr beispielsweise in die Instandsetzung der Frankenberger Straße zwischen Helmholtzstraße und Hohlweg.

Auch die Verlängerung der Einfädel-Spur vom Neefepark in die Neefestraße von 45 auf 120 Metern und die Sanierung der dort anschließenden Brücke soll so in absehbarer Zeit endlich umgesetzt werden.

In der bisherigen Finanzplanung der Stadt gab es dafür keinen Spielraum. "Die Maßnahme konnte aufgrund der Budgetvorgabe nicht in die Haushaltsplanung aufgenommen werden", so Stötzer.

Die kurze Auffahrt vom Neefepark in die Neefestraße ist ein Unfallschwerpunkt.
Die kurze Auffahrt vom Neefepark in die Neefestraße ist ein Unfallschwerpunkt.  © Ralph Kunz
An der Dresdner Straße werden vorbeifahrende Lkw von der Maut-Säule registriert.
An der Dresdner Straße werden vorbeifahrende Lkw von der Maut-Säule registriert.  © Ralph Kunz
Bundestagsabgeordneter und Stadtrat Frank Müller-Rosentritt (38, FDP) erkundigte sich nach der Verwendung der Maut in Chemnitz.
Bundestagsabgeordneter und Stadtrat Frank Müller-Rosentritt (38, FDP) erkundigte sich nach der Verwendung der Maut in Chemnitz.  © Ralph Kunz

Nun sollen die Maut-Einnahmen 2022 als Eigenmittel der Stadt für die Entschärfung des Unfallschwerpunktes dienen. Das 2019 mit 5,1 Millionen Euro veranschlagte Bauvorhaben sollte eigentlich schon 2020 umgesetzt werden. Das scheiterte jedoch an fehlenden Fördermitteln vom Land, die erst für 2023 in Aussicht gestellt wurden.

Titelfoto: Ralph Kunz

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