Deutliche Einsparungen ab 2023: Künftig kein Amtsblatt mehr in Chemnitz?

Chemnitz - Das Chemnitzer Amtsblatt wird ab 2023 nicht mehr an Haushalte geliefert.

Stadtsprecher Matthias Nowak (53) erklärte, warum das Rathaus die Verteilung des Amtsblattes an Haushalte einstellt.
Stadtsprecher Matthias Nowak (53) erklärte, warum das Rathaus die Verteilung des Amtsblattes an Haushalte einstellt.  © Maik Börner

"Wir haben derzeit eine Auflage von 130.000  Exemplaren und gehen auf 25.000 Exemplare runter", erklärte Stadtsprecher Matthias Nowak (53) am Mittwoch.

Die Entscheidung des Rathauses begründet Nowak mit den steigenden Papier-, Personal- und Energiekosten. So habe das Amtsblatt in diesem Jahr samt Vertrieb mit 600.000 Euro zu Buche geschlagen. In dem kommenden Jahr würde dieser Betrag um etwa eine Million Euro steigen.

Zu den Verteilstellen zählen etwa Bäckereien, Lebensmittel- und Einzelhändler sowie städtische Einrichtungen und Pflegeheime. Auch ambulante Pflegedienste erhalten das Amtsblatt für ihre Patienten. Darüber hinaus sucht die Stadt noch weitere Interessenten. Das Amtsblatt gibt es auch online, auf Wunsch wird es per E-Mail zugeschickt.

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Neben der Verteilung ändere sich ebenfalls die Aufmachung des Amtsblattes: "Wir werden die Gestaltung etwas auflockern", erklärt der Stadtsprecher. Die Schrift werde größer und die Seiten anders aufgeteilt - um das gedruckte Exemplar leserlicher zu machen.

Rechtliche Bedenken bezüglich der amtlichen Bekanntmachungspflicht, beispielsweise von Corona-Verordnungen, räumte Matthias Nowak aus. Die Landesdirektion ermögliche solche seit einer Weile auch über den digitalen Weg.

Titelfoto: Maik Börner

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