Jetzt knallt's! Oder doch nicht? Grüne kämpfen weiter ums Böllerverbot in Chemnitz

Chemnitz - Die Grünen-Fraktion unternimmt einen erneuten Anlauf, um Böller aus der Stadt Chemnitz zu verbannen.

Ordnungsbürgermeister Miko Runkel (61, parteilos) schiebt einen Riegel vor das Komplettverbot.
Ordnungsbürgermeister Miko Runkel (61, parteilos) schiebt einen Riegel vor das Komplettverbot.  © Kristin Schmidt

Zunächst ging es bei dem Vorstoß darum, "pyrotechnische Gegenstände der Kategorie F2 in innerstädtischen Gebieten ganzjährig zu untersagen".

Doch verpasste Ordnungsbürgermeister Miko Runkel (61, parteilos) diesem Vorhaben umgehend einen Dämpfer: "Der Beschlusspunkt ist unzulässig, da der Stadtrat als Organ nicht zuständig ist."

Also der nächste Versuch: Nun wollen die Grünen im Gremium darüber abstimmen, ob die Stadt Böller nur auf ausgewiesenen Plätzen erlaubt. Diese sollen in Zusammenarbeit mit den Stadtteilmanagements, Ortschaftsräten und Bürgerplattformen gefunden werden.

Feuerwerk-Feier zur Kulturhauptstadt-Ernennung: Laut Grünen-Fraktion ist ein Verbot für alles, was nur knallt und nicht hübsch aussieht - sprich Böller - an der Zeit.
Feuerwerk-Feier zur Kulturhauptstadt-Ernennung: Laut Grünen-Fraktion ist ein Verbot für alles, was nur knallt und nicht hübsch aussieht - sprich Böller - an der Zeit.  © Kristin Schmidt

Als Gründe für das angestrebte Verbot nennt die Fraktion Lärmbelastung und Luftverschmutzung sowie den Müll auf den Straßen, den viele Bürger als Zumutung empfänden.

Titelfoto: Kristin Schmidt

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