Keine Kohle für Chemnitzer Weihnachtsmarkt-Händler

Chemnitz - Bittere Weihnachtsmarkt-Bilanz aus Chemnitz: Nach der Absage müssen Händler auf Hilfen von Land und Bund warten.

Einpacken ohne Umsatz: Die Weihnachtsmarkthändler hoffen auf finanzielle Unterstützung von Land und Bund.
Einpacken ohne Umsatz: Die Weihnachtsmarkthändler hoffen auf finanzielle Unterstützung von Land und Bund.  © Kristin Schmidt

Mit Pop-up-Läden und Wochenmarktplätzen hatte die Verwaltung den Anbietern zwar Möglichkeiten eingeräumt, ihre Waren einigermaßen unter die Leute zu bekommen. Finanzspritzen gibt's aber nicht.

"Einzelentschädigungen sind keine kommunale Aufgabe. Es gab, wie Sie wissen, Angebote, anderweitige Verkaufsmöglichkeiten zu finden", erklärt Ordnungsbürgermeister Miko Runkel (60, parteilos) auf eine Ratsanfrage von AfD-Stadtrat Volker Dringenberg (49).

Doch nicht jeder Händler konnte von diesen Verkaufsständen profitieren. Daher sieht Dringenberg das Vertrauen zwischen Verwaltung und Händlern nach dem Hin und Her um den Weihnachtsmarkt geschädigt. "Eine Möglichkeit wäre, den Händlern Nachlässe oder Rabatte für den kommenden Weihnachtsmarkt zu gewähren. Wir hatten bereits im Sommer so einen Antrag vorgesehen. Der wurde aber abgelehnt."

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Finanzhilfen gibt's nur von Land und Bund. "Die Bundeshilfen, welche auch Abschreibungen für Saisonware und verderbliche Waren einschließen, sind eine elementare Hilfe. Die Anträge können sofort gestellt werden", so ein Sprecher des Wirtschaftsministeriums.

Schausteller Klaus Illgen (74) hat bereits Anträge verschickt: "Ich sehe hier den Freistaat nach der kurzfristigen Absage in der Verantwortung. Die Standgebühren wurden von der Verwaltung bereits zurückgezahlt."

Titelfoto: Kristin Schmidt

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