Linke empört: Stadt und Land kürzen Suchthilfe für Familien

Chemnitz - Die Corona-Pandemie nimmt der Chemnitzer Suchthilfe die Luft.

Ex-OB-Kandidatin Susanne Schaper (42, Linke) ist sauer! Stadt und Land wollen die Suchthilfe für Familien kürzen.
Ex-OB-Kandidatin Susanne Schaper (42, Linke) ist sauer! Stadt und Land wollen die Suchthilfe für Familien kürzen.  © Uwe Meinhold

Auf Anfrage der Linken bestätigte die Stadt, dass sie höhere Personalkosten in Stadtmission und Advent-Wohlfahrtsverband nur noch zu einem Prozent auffangen will. Da sich auch das Land aus der Projektförderung der Suchthilfe für Familien zurückzieht, "entsteht eine Deckungslücke, die von der Stadt allein nicht kompensiert werden kann".

Linken-Fraktions-Chefin Susanne Schaper (42) ist empört: "Wenn sich die öffentliche Hand aus freiwilligen Leistungen zurückzieht, ist das fatal. Suchtprobleme, um die sich Fachleute nicht sofort kümmern, werden teurer."

Die Stadtmission habe von sich aus angeboten, ihren Arbeitsumfang von fünf Stellen vorläufig auf 1,125 Stellen zu kürzen. Susanne Schaper schlägt Alarm: "Ich werde beim Land intervenieren und die Stadt auffordern, mit den Trägern Konzepte zu entwickeln, wo finanzielle Hilfe dringend nötig ist."

Die Stadt ahnt, dass ihr Sparkurs Familien treffen wird: "Nicht akut gefährdete Klienten" werden eventuell nicht mehr betreut, antwortete sie den Linken.

Titelfoto: Uwe Meinhold

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