Mächtig Gegenwind für neue Windkraft-Anlagen: Flaute für Chemnitzer Windkraft

Chemnitz - Neue Standorte für Windräder stehen zur Diskussion, doch die Stadt Chemnitz will ihnen eine Absage erteilen. Lediglich die Anlage am Galgenberg könnte künftig wachsen.

Baubürgermeister Michael Stötzer (49, Grüne) sieht keinen Raum für neue Windkraft-Standorte im Stadtgebiet.
Baubürgermeister Michael Stötzer (49, Grüne) sieht keinen Raum für neue Windkraft-Standorte im Stadtgebiet.  © Uwe Meinhold

Der Planungsverband der Region Chemnitz hat im "Teilregionalplan Wind" mehrere neue Standorte für Windräder im Stadtgebiet vorgesehen: den Rabensteiner Wald, den Zeisigwald und eine Fläche bei Euba.

Am Freitag hat die Stadt ihre Stellungnahme vorgestellt: Demnach sei keiner der drei Standorte geeignet."Wir haben Beschränkungen durch den Artenschutz", sagte Baubürgermeister Michael Stötzer (49, Grüne).

Im Rabensteiner Wald hätten geschützte Fledermausarten und der Rotmilan ihre Quartiere und Brutplätze. Am potenziellen Standort Zeisigwald habe etwa der Abendsegler sein Jagdhabitat, außerdem führe die Flugroute der Breitflügelfedermaus durch den Bereich. In Euba spreche unter anderem der Protest der Anwohner gegen eine Anlage.

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Dennoch hält der Baubürgermeister fest: "Wir wissen, dass der Ausbau der Windenergie wichtig ist." Deswegen will die Stadt die Windkraftanlage am Galgenberg erhalten und nach Möglichkeit ausbauen.

Die Windräder sollen sich auch künftig nur am Galgenberg drehen.
Die Windräder sollen sich auch künftig nur am Galgenberg drehen.  © Ralph Kunz

Doch zunächst hat der Stadtrat ein Wörtchen mitzureden: Bei der nächsten Sitzung am 15. Dezember wird er über die Beschlussvorlage abstimmen.

Titelfoto: Ralph Kunz

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