Millionen-Zoff um letzte Sickergruben in Chemnitz: Anschluss an Kläranlage dauert noch

Chemnitz - Im Zoff um die Sickergruben und Hauskläranlagen rund um die Walter-Klippel-Straße teilte die Stadt Chemnitz nun auf Anfrage von SPD-Stadtrat Jörg Vieweg (50) mit: 89 Bewohner leiten derzeit noch ihr Schmutzwasser in eine Grube im Garten anstatt in die zentrale Kläranlage.

Ilona Günther (69) aus Adelsberg ist weiter auf ihre Kleinkläranlage angewiesen.
Ilona Günther (69) aus Adelsberg ist weiter auf ihre Kleinkläranlage angewiesen.  © Uwe Meinhold

Ein Anschluss der Bewohner an den Schmutzwasserkanal würde rund 1,4 Millionen Euro kosten.

Die eigentliche Baumaßnahme in der Walter-Klippel-Straße schlägt bereits mit 3,6 Millionen Euro zu Buche.

Jörg Vieweg sieht derzeit keine Chance, die Stadt dazu zu bringen, die Bürger in Adelsberg an die Kanalisation anzuschließen.

"Bei sieben Jahren Planungs- und Bauzeit ist das natürlich enttäuschend. Aber der aktuelle Haushalt ist bereits durch", so Vieweg.

SPD-Stadtrat Jörg Vieweg (49) will die privaten Klärgruben in der Stadt abschaffen.
SPD-Stadtrat Jörg Vieweg (49) will die privaten Klärgruben in der Stadt abschaffen.  © Kristin Schmidt
Der Ausbau der Walter-Klippel-Straße bringt wohl keine neuen Kanalisations-Anschlüsse.
Der Ausbau der Walter-Klippel-Straße bringt wohl keine neuen Kanalisations-Anschlüsse.  © Uwe Meinhold

Der Ratsherr fordert darum, dass der Entsorgungsbetrieb der Stadt Chemnitz (ESC) ein Konzept erstellt, "um künftig alle Chemnitzer an die Kanalisation anzuschließen und die privaten Klärgruben in der Stadt abzuschaffen".

Titelfoto: Uwe Meinhold, Kristin Schmidt

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