"Das ist langsam eine unwürdige Debatte": Neuer Streit um Chemnitzer Klapperbrunnen

Chemnitz - Eigentlich sollte der Klapperbrunnen in Chemnitz dieses Jahr wieder aufgestellt werden. Stattdessen gibt es eine neue Diskussion um seine Instandsetzung.

Der Künstler Erik Neukirchner (48) hat für die Instandsetzung des Klapperbrunnens ein Angebot erstellt.
Der Künstler Erik Neukirchner (48) hat für die Instandsetzung des Klapperbrunnens ein Angebot erstellt.  © Uwe Meinhold

Künstler Erik Neukirchner (48) hat in seinem Atelier mit der Restaurierung des Brunnens begonnen (TAG24 berichtete). Auf einen offiziellen Auftrag der Stadt wartet er bislang vergebens.

Entgegen früherer Pläne ist dieses Jahr kein Geld für die Erneuerung des Wasserspiels eingeplant. Man wolle erst die Überplanung des Busbahnhofes mit Blick auf die Kulturhauptstadt abwarten, hieß es aus dem Rathaus. Ganz anders sehen das Vertreter des Stadtrates.

Jörg Vieweg (49, SPD) hatte 2019 für eine erste Anschubfinanzierung des Vorhabens gesorgt und ist nun verärgert: "Den Auftrag an den Künstler einfach nicht zu erteilen, zeugt von wenig Fingerspitzengefühl. So machen wir dem Titel Kulturhauptstadt keine Ehre."

Auch Susanne Schaper (42, Linke) will den Klapperbrunnen nicht wieder hintanstellen: "Wir werden dafür streiten, dass die Mittel für die Sanierung bereitgestellt werden. Das ist langsam eine unwürdige Debatte."

Seit zehn Monaten fehlt im alten Brunnenbecken am Busbahnhof das Wasserspiel.
Seit zehn Monaten fehlt im alten Brunnenbecken am Busbahnhof das Wasserspiel.  © Maik Börner
Susanne Schaper (42, Linke) will den Brunnen sanieren lassen
Susanne Schaper (42, Linke) will den Brunnen sanieren lassen  © Uwe Meinhold

Für Ines Saborowski (53, CDU) ist klar: "Der Klapperbrunnen gehört zu Chemnitz und muss bald wieder aufgestellt werden. Über den Standort sollte man sich zügig Gedanken machen und die Chemnitzer einbeziehen."

Titelfoto: Maik Börner, Uwe Meinhold

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