Rolle rückwärts! Keine höheren Gebühren für Chemnitzer Weihnachtsmarkt-Händler

Chemnitz - Frohe Botschaft für den Weihnachtsmarkt: Die Händler müssen vorerst keine Erhöhung der Marktgebühren befürchten. Das hat der Chemnitzer Stadtrat am Mittwoch entschieden. Auch für den Wochenmarkt bleiben die Gebühren wie gehabt.

Ein klares Nein: Die Stadträte stimmten am Mittwoch mehrheitlich gegen die Gebühren-Erhöhung.
Ein klares Nein: Die Stadträte stimmten am Mittwoch mehrheitlich gegen die Gebühren-Erhöhung.  © Maik Börner

Die von der Stadt geplante Gebühren-Erhöhung ab 2022 hatte schon im Vorfeld für Ärger gesorgt. Laut Ordnungsbürgermeister Miko Runkel (60, parteilos) seien Märkte mittlerweile ein Verlustgeschäft für die Stadt.

Den Plänen zufolge hätte dann etwa ein Glühwein-Verkäufer am Tag 9,90 Euro pro Quadratmeter zahlen müssen - statt wie bisher nur 6,50 Euro.

Im Stadtrat stieß das am Mittwoch auf wenig Verständnis: "Unter Umständen haben wir dann nur noch den halben Markt besetzt", sagte Dietmar Berger (70, Linke).

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Diese Befürchtung teilte CDU-Stadtrat Kai Hähner (48): "Damit könnte die Attraktivität auch für die Bevölkerung abnehmen."

Die FDP-Fraktion hingegen wollte die Erhöhung wegen der Corona-Krise auf das Jahr 2023 verschieben: "Wir müssen sehen, wie sich die wirtschaftliche Situation entwickelt", sagte Stadtrat Dieter Füsslein (80).

Letztlich ging die Mehrheit der Stimmen gegen die Erhöhung. Glühwein-Verkäufer können also aufatmen!

Die Glühwein-Verkäufer müssen auf dem Weihnachtsmarkt künftig doch nicht mehr bezahlen.
Die Glühwein-Verkäufer müssen auf dem Weihnachtsmarkt künftig doch nicht mehr bezahlen.  © Ralph Kunz

Spannend bleibt es bei den Müllgebühren: Auch sie sollen steigen, doch der Stadtrat vertagte am Mittwoch die Entscheidung.

Titelfoto: Ralph Kunz

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