Sonntag wählt Chemnitz einen neuen Bürgermeister: Die wichtigsten Ziele der OB-Kandidaten!

Chemnitz - Der Sonntag verspricht Spannung pur.

Am Sonntag dürfen die Chemnitzer wählen, wer den Chefsessel im Rathaus besteigen soll.
Am Sonntag dürfen die Chemnitzer wählen, wer den Chefsessel im Rathaus besteigen soll.  © Kristin Schmidt

Neun Kandidaten kämpfen morgen um die Nachfolge von Oberbürgermeisterin Barbara Ludwig (58, SPD). 

Ein klarer Favorit zeichnet sich bislang nicht ab. Ein zweiter Wahlgang ist wahrscheinlich. 

Doch für was stehen die Bewerber um den Posten des Stadtoberhaupts eigentlich? 

TAG24 hat als kleine Entscheidungshilfe jeden Kandidaten kurz vor dem Wahltag noch einmal nach seinem wichtigsten Ziel für Chemnitz gefragt.

Das wollen CDU, SPD und Linke für Chemnitz

v.l.n.r.: Almut Patt (51,  CDU), Sven Schulze (48, SPD) und Susanne Schaper (42, Linke).
v.l.n.r.: Almut Patt (51,  CDU), Sven Schulze (48, SPD) und Susanne Schaper (42, Linke).  © Montage: Kristin Schmidt (2), Maik Börner

Almut Patt (51,  CDU): "Der Mensch gehört in den Mittelpunkt des Handelns. Chemnitz muss stark, sicher und solidarisch sein. Ich will ein Rathaus der Geschwindigkeiten. Vieles muss einfach schneller gehen."

Sven Schulze (48, SPD): "Das Wichtigste ist, dass wir das, was wir haben und können, als Chemnitzer stolz vertreten und mit Selbstbewusstsein nach außen zeigen. Wir sollten unser Licht, zum Beispiel bei den wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, nicht unter den Scheffel stellen."

Susanne Schaper (42, Linke): "Das wichtigste Ziel ist für mich: gleichwertige Lebensverhältnisse in allen Stadtteilen, mit besonderem Blick auf das Zentrum, sowie eine Politik, bei der die Bürger tatsächlich mitentscheiden können."

Die Wünsche von Grünen, Faßmann und Freien Wählern

v.l.n.r.: Volkmar Zschocke (51, Grüne), Lars Faßmann (43, parteilos) und Matthias Eberlein (50, Freie Wähler).
v.l.n.r.: Volkmar Zschocke (51, Grüne), Lars Faßmann (43, parteilos) und Matthias Eberlein (50, Freie Wähler).  © Montage: Kristin Schmidt (2), PR

Volkmar Zschocke (51, Grüne): "Wichtig ist, Chemnitz als modernen Technologie- und Industriestandort mit Perspektive weiterzuentwickeln - mit innovativen Zukunftsbranchen, zum Beispiel der Wasserstoffwirtschaft."

Lars Faßmann (43, parteilos): "Wichtigstes Ziel: Aus der Stadt der Moderne eine moderne Stadt machen."

Matthias Eberlein (50, Freie Wähler): "Für mich ist das wichtigste Ziel für Chemnitz, dass die Stadt ihre großen Potenziale, die sie im Bereich der Wirtschaft, aber auch im Sozialen und in der Kultur hat, besser nutzt."

Die Pläne von Die PARTEI, AfD und Pro Chemnitz

v.l.n.r.: Paul Vogel (29, Die PARTEI), Ulrich Oehme (60, AfD) und Martin Kohlmann (43, Pro Chemnitz).
v.l.n.r.: Paul Vogel (29, Die PARTEI), Ulrich Oehme (60, AfD) und Martin Kohlmann (43, Pro Chemnitz).  © Montage: Ralph Kunz, Harry Haertel/haertelpress, PR/Robert Andres

Paul Vogel (29, Die PARTEI): "Gutes Leben."

Ulrich Oehme (60, AfD): "Ich möchte, dass Chemnitz attraktiver wird. Wir müssen wesentlich mehr Zuzug als Wegzug verzeichnen."

Martin Kohlmann (43, Pro Chemnitz): "Chemnitz muss wieder sicher und lebenswert für die eigenen Bürger werden, anstatt attraktiv für die ganze Welt sein zu wollen."

OB-Wahl in Corona Zeiten: Das ist zu beachten

Eine OB-Wahl in Pandemie-Zeiten ist eine große Herausforderung. Damit das Corona-Infektionsrisiko so gering wie möglich bleibt, sind in den Wahlräumen einige Regeln zu beachten.

Im Raum und in Warteschlangen sollten die Bürger den Mindestabstand von 1,5 Metern beachten. "Es wird empfohlen, eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen", teilt die Stadt mit. Am Eingang der Wahlräume stehen Handdesinfektionsmittel bereit. Außerdem sollte man sein Kreuz mit einem mitgebrachten Kugelschreiber machen. 

In regelmäßigen Abständen desinfiziert der Wahlvorstand alle Tische, Stühle und Schreibunterlagen in den Wahlkabinen. Deshalb kann es zu Wartezeiten oder Verzögerungen kommen.

Kommentar: Geht wählen!

Von Martin Gottschling

Redakteur Martin Gottschling.
Redakteur Martin Gottschling.  © Sven Gleisberg

Wir leben in schwierigen Zeiten. Die Corona-Pandemie wird uns noch über viele Monate, vielleicht sogar Jahre, begleiten. Mehr denn je braucht Chemnitz ein kompetentes Stadtoberhaupt, dass diese Krise gut bewältigt.

Nicht nur deswegen ist es extrem wichtig, am morgigen Sonntag wählen zu gehen. Jeder Bürger kann mit seinem Kreuz Einfluss darauf nehmen, wie die Stadt-Politik in den nächsten Jahren aussieht.

Man sollte sich im Klaren darüber sein, dass man mit seiner Stimme auch über folgende Dinge mitbestimmt: Wie geht es weiter mit der Chemnitzer Wirtschaft, was wird für den Klimaschutz in der Stadt getan, wie sieht in Zukunft der Öffentliche Personennahverkehr aus? 

Es kann mir keiner sagen, dass ihn diese Sachen als Bürger nicht in irgendeiner Form betreffen.

Für Sonntag ist schönes Wetter angekündigt. Warum also nicht den Wochenendspaziergang mit einem Abstecher ins Wahllokal verbinden und so eines der wichtigsten demokratischen Grundrechte wahrnehmen? 

In Pandemie-Zeiten gilt dabei natürlich auch im Wahlraum: Abstand halten und auf seine Mitmenschen achten. 

Trotz allem: Geht wählen!

Titelfoto: Kristin Schmidt

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