Stadtrat Chemnitz: Gendergerechte Schreibweise statt Amtssprache?

Chemnitz - Gendergerechtigkeit statt Amtssprache? Sternchen, Doppelpunkt, Binnen-i: Jetzt liegen Vorschläge auf dem Tisch, wie die sprachliche Transformation aussehen könnte.

Heißt es in offiziellen Texten der Stadt bald Mitarbeiter*innen?
Heißt es in offiziellen Texten der Stadt bald Mitarbeiter*innen?  © DPA / Sebastian Gollnow

Auf Wunsch des Chemnitzer Stadtrates erstellte Gleichstellungsbeauftragte Pia Hamann Möglichkeiten zur gendergerechten Schreibweise, erklärte eine Sprecherin der Stadt.

Nun sollen die Fraktionen ihre Präferenzen abgeben.

Grünen-Stadträtin Susann Mäder (36): "Mit einer Formulierung à la 'Bürgerinnen und Bürger' könnten wir als Kompromiss leben. Wünschenswert wäre jedoch das Gendersternchen oder der Doppelpunkt."

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Dabei sei der Doppelpunkt praktikabler, da er Programmen, die etwa Sehgeschädigten Menschen Texte wiedergeben, einen besseren Sprachfluss ermögliche.

Grünen-Stadträtin Susann Mäder (36) wünscht sich Gendersternchen oder Doppelpunkt in der Verwaltungssprache.
Grünen-Stadträtin Susann Mäder (36) wünscht sich Gendersternchen oder Doppelpunkt in der Verwaltungssprache.  © Kristin Schmidt

Wenn der Stadtrat sich einigen kann, soll die Änderung zunächst die Hauptsatzung der Stadt betreffen. Diese ist quasi die Verfassung von Chemnitz.

Titelfoto: Montage: DPA / Sebastian Gollnow / Kristin Schmidt

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