Grüne fordern Kohlmann zum Austritt aus dem Stadtrat auf

Chemnitz - Die Verurteilung des "Pro Chemnitz"-Chefs Martin Kohlmann (43) als Holocaust-Leugner (TAG24 berichtete) sorgt für Entsetzen in der Politik.

Harte Kritik von Alexander Dierks (33) an Martin Kohlmann (43): "Seine Worte sind für einen Stadtrat untragbar und geschichtsvergessen."
Harte Kritik von Alexander Dierks (33) an Martin Kohlmann (43): "Seine Worte sind für einen Stadtrat untragbar und geschichtsvergessen."  © Monika Skolimowska/dpa

Erste Stimmen fordern Kohlmanns Austritt aus dem Stadtrat. Der wiederum will nun doch gegen das Urteil des Verdener Amtsgerichts Rechtsmittel einlegen.

Martin Kohlmann hatte 2018 bei einem Prozess in Verden/Aller in einem Antrag behauptet, auf dem Gebiet des Großdeutschen Reiches hätten sich keine Gaskammern befunden. 

Jetzt verurteilte das Amtsgericht den Chemnitzer wegen Volksverhetzung zu 2100 Euro Geldstrafe.

Für Grünen-Sprecher Thorge Babbe (32) ist eine rote Linie überschritten: "So jemand schadet dem Ansehen des Stadtrats. Einzig logische Konsequenz wäre sein Austritt aus dem Stadtrat." 

SPD-Chef Sebastian Reichelt (35) nennt die Äußerungen Kohlmanns "erschütternd - Holocaust-Leugnung ist eine Schande".

CDU-Generalsekretär Alexander Dierks (33) sagt: "Seine Worte sind für einen Stadtrat untragbar und geschichtsvergessen." 

Martin Kohlmann (43) im vergangenen Jahr.
Martin Kohlmann (43) im vergangenen Jahr.  © Kristin Schmidt

Für den Bildungsverein Kulturbüro Sachsen erklärt Beraterin Anne Winkel: "Martin Kohlmann hat sich selbst demontiert und ist nicht tragbar im Stadtrat."

Kohlmann will das Urteil anfechten: "Mein Antrag bezog sich auf das Deutsche Reich. Gaskammern im Generalgouvernement stelle ich nicht infrage." 

Titelfoto: Kristin Schmidt

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