Verbal-Attacke gegen Linke Susanne Schaper: Pro-Chemnitz-Stadtrat soll wegen übler Nachrede zahlen

Chemnitz - Facebook-Ärger für Pro-Chemnitz-Mann Robert Andres (31)!

Zuletzt fiel Robert Andres (31, Pro Chemnitz) in der Stadtratssitzung negativ auf, weil er nicht konsequent Maske tragen wollte.
Zuletzt fiel Robert Andres (31, Pro Chemnitz) in der Stadtratssitzung negativ auf, weil er nicht konsequent Maske tragen wollte.  © Haertelpress/Harry Härtel

Der Stadtrat hatte in einem Beitrag auf der sozialen Plattform behauptet, dass Stadtrats-Kollegin Susanne Schaper (43, Linke) etwas mit den Graffiti-Attacken auf den Schlossteich-Pavillon in Chemnitz zu tun habe. Diese Behauptung brachte ihm einen Strafbefehl ein.

Andres sollte 40 Tagessätzen zu je 30 Euro wegen übler Nachrede zahlen. Am 14. September 2020 veröffentlichte er ein Foto des sanierten Pavillons, welches unbekannte Täter mit einem Antifa-Schriftzug beschmiert hatten.

"Er kommentierte dies mit den Worten: 'Erst frisch saniert und jetzt schon wieder von Frau Schaper ihren Antifa Bekannten zerstört'", so eine Gerichtssprecherin. Gegen den Strafbefehl legten Andres und sein Verteidiger Martin Kohlmann (43), ebenfalls Pro Chemnitz, Einspruch ein.

Demzufolge hätte der Stadtrat am Mittwoch vor Gericht erscheinen müssen. Da er das nicht tat, bleibt es bei den 1200 Euro Strafe. Vergangenen April gab es schon einmal Zoff zwischen den Stadträten.

Die Graffiti-Attacke am Schlossteich-Pavillon brachte der Stadtrat in einem Facebook-Beitrag mit Susanne Schaper in Verbindung.
Die Graffiti-Attacke am Schlossteich-Pavillon brachte der Stadtrat in einem Facebook-Beitrag mit Susanne Schaper in Verbindung.  © Screenshot/Facebook
Die Verbal-Attacke gegen Linke Susanne Schaper hat ein teures Nachspiel.
Die Verbal-Attacke gegen Linke Susanne Schaper hat ein teures Nachspiel.  © Uwe Meinhold

Damals zeigte Andres die Linke-Chefin Schaper wegen übler Nachrede an, weil sie auf Facebook behauptete, Pro Chemnitz hätte zu einer verbotenen Demo aufgerufen. Laut Staatsanwaltschaft wurde in diesem Fall nicht weiter ermittelt.

Titelfoto: Haertelpress/Harry Härtel/Uwe Meinhold

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