Vereidigung! OB Schulze will Chemnitz zur "florierenden Großstadt" machen

Chemnitz - Was lange währt ... Nachdem Sven Schulze (49, SPD) seit einem halben Jahr die Geschicke der Stadt Chemnitz lenkt, bekam er am Mittwoch im feierlichen Rahmen die Amtskette des Oberbürgermeisters umgehängt.

Sven Schulze (49, SPD) bekam am Mittwoch im feierlichen Rahmen die Amtskette des Oberbürgermeisters umgehängt.
Sven Schulze (49, SPD) bekam am Mittwoch im feierlichen Rahmen die Amtskette des Oberbürgermeisters umgehängt.  © Kristin Schmidt

"Es ist mir eine Ehre", sagte Stadtrat Dieter Füsslein (80, FDP), der die Vereidigung und Verpflichtung durchführte. "Sven Schulze sieht nicht nur die Stellschrauben, sondern auch den Apparat. Nicht nur die Bäume, sondern auch den Wald."

OB Schulze wünschte sich als Eingangsmusik "Wir sind am Leben" (Rosenstolz, 2011). Ein Lied, so der OB, das ihm aus der Seele spreche. Der 49-Jährige ging auf seine Zeit in Chemnitz ein, die mit seinem Besuch am Kepler-Gymnasium 1986 begann: "In Chemnitz bin ich nicht nur vernetzt, sondern auch verwurzelt."

Vom Ist-Zustand der Kommune schlug er den Bogen zu den Aufgaben der Zukunft. Dabei waren Wirtschaft, Forschung und neue Technologien ebenso ein Thema wie die Opfer der Pandemie und das Ziel, eine klimaneutrale Stadt zu werden.

"Kulturhauptstadt Europas: Das ist mehr als nur ein Impuls", so der Oberbürgermeister. Vielmehr sei es ein Etappenziel auf dem Weg zu einer "florierenden Großstadt". "Ufer und Auen werden zu attraktiven Treffpunkten, Brachen werden begrünt, unsere Einfallstraßen zu Visitenkarten der Stadt, und Kinder- und Jugendliche können sich beim FUN-Sport austoben."

Stadtrat Dieter Füsslein (80, FDP) führte die Vereidigung und Verpflichtung von Sven Schulze (l., 49, SPD) durch.
Stadtrat Dieter Füsslein (80, FDP) führte die Vereidigung und Verpflichtung von Sven Schulze (l., 49, SPD) durch.  © Kristin Schmidt

Mit Blick auf die rechtsextremistischen Aufmärsche 2018 sagte OB Schulze, dass 2025 die Gelegenheit böte, zu zeigen, wo Chemnitz wirklich steht. "Das bedeutet aber auch, dass die stille Mitte der Gesellschaft den wenigen Schreihälsen nicht das Feld überlassen darf."

Titelfoto: Kristin Schmidt

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