Sachsen wirbt in St. Petersburg für Kulturhauptstadtjahr 2025 in Chemnitz

Chemnitz/St. Petersburg - Auf der Deutschen Woche in St. Petersburg wirbt Sachsen in den kommenden Tagen intensiv für das Kulturhauptstadtjahr 2025 in Chemnitz.

Ministerpräsident Michael Kretschmer (45, CDU) betont die Bedeutung des Austausches auch in schwierigen Zeiten.
Ministerpräsident Michael Kretschmer (45, CDU) betont die Bedeutung des Austausches auch in schwierigen Zeiten.  © Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa

Es gehe darum, die Idee in Russland bekannter zu machen, Kontakte zu pflegen und Künstler zur Zusammenarbeit einzuladen, sagte am Mittwoch der Interimsgeschäftsführer der Kulturhauptstadt GmbH, Christoph Dittrich (54), der Deutschen Presse-Agentur.

"Wir vertrauen sehr darauf, dass die Kraft dieses Kulturaustausches und Dialoges im Sinne einer guten humanistischen und demokratischen Prägung wirken wird", sagte er mit Blick auf die politische Situation in Russland.

Nach Angaben der Staatskanzlei präsentiert sich Sachsen als Partnerbundesland der Deutschen Woche mit rund 30 Veranstaltungen in den Bereichen Kultur, Wirtschaft und Wissenschaft. Dazu gehören Lesungen, Workshops und Konzerte.

Wegen der aktuellen Corona-Pandemie finden etliche Veranstaltungen online statt. Allerdings reist auch eine Delegation aus Sachsen an die Newa, zu der auch Dittrich gehört.

Ministerpräsident Michael Kretschmer (45, CDU) verwies auf enge Kontakte zwischen Sachsen und Russland seit mehr als 300 Jahren - begonnen mit der Begegnung zwischen August dem Starken und Zar Peter dem Großen.

MP Michael Kretschmer: "Auch in schwierigen Zeiten wie diesen miteinander im Dialog bleiben"

Auf der Deutschen Woche in St. Petersburg wirbt Sachsen in den kommenden Tagen intensiv für das Kulturhauptstadtjahr 2025 in Chemnitz.
Auf der Deutschen Woche in St. Petersburg wirbt Sachsen in den kommenden Tagen intensiv für das Kulturhauptstadtjahr 2025 in Chemnitz.  © Hendrik Schmidt/dpa-Zentralbild/ZB

"Kultureller, wirtschaftlicher und wissenschaftlicher Austausch sind wichtig, um auch in schwierigen Zeiten wie diesen miteinander im Dialog zu bleiben." Der Regierungschef sollte am Mittwoch nach Moskau kommen, wo er unter anderem auch politische Gespräche plante. Die Reise war angesichts des Konflikts Russlands mit der Ukraine und des Umganges mit dem inhaftierten Kremlkritiker Alexej Nawalny im Vorfeld kritisiert worden.

Ein Fokus der Deutschen Woche liegt auf der Städtepartnerschaft zwischen Dresden und St. Petersburg, die dieses Jahr 60. Jubiläum hat. Geplant sind unter anderem ein Konzertabend mit Bands aus Sachsen und ein Technologieforum von Unternehmen. Zudem wird der Kinderfilm "Fritzi - eine Wendewundergeschichte" über die Montagsdemonstrationen in Leipzig und den Mauerfall 1989 präsentiert.

Zum Kulturhauptstadtjahr ist bei der Deutschen Woche am Samstag eine Podiumsdiskussion geplant. Am Tag zuvor stellt der Projektleiter der Pochen Biennale, Benjamin Gruner, mit Gästen in einer Lecture Performance Chemnitz und das Kulturhauptstadt-Projekt "Garagen der Autodidakten" vor. Dabei wird auch der Film "Garagenvolk" - eine Dokumentation über Garagengemeinschaften in Russland - von Natalija Yefimkina gezeigt.

Die Deutsche Woche wird alljährlich vom Deutschen Generalkonsulat in St. Petersburg mit dem Goethe-Institut und der Deutsch-Russischen Außenhandelskammer organisiert. Die Eröffnung ist am Donnerstagabend.

Titelfoto: Hendrik Schmidt/dpa-Zentralbild/ZB

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