Sächsische Umweltschützer reichen Beschwerde gegen polnisches Kohlebergwerk ein

Chemnitz - Der Bund für Umwelt und Naturschutz in Sachsen (BUND) hat nach eigenen Angaben zusammen mit Partnerorganisationen eine Beschwerde bei der Europäischen Kommission eingereicht.

Umweltschützer haben eine Beschwerde gegen das polnische Kohlebergwerk Turów eingereicht.
Umweltschützer haben eine Beschwerde gegen das polnische Kohlebergwerk Turów eingereicht.  © Matthias Hiekel/dpa-Zentralbild/dpa

Die Kommission solle ein Vertragsverletzungsverfahren gegen das tschechisch-polnische Abkommen über das Kohlebergwerk Turów in Polen einleiten, teilte die Organisation am Dienstag mit.

Das Kohlebergwerk beeinträchtige die Wasserversorgung in der Umgebung und führe zu Schäden an Häusern.

So habe das von PGE betriebene Bergwerk zwischen tschechischen, deutschen und polnischen Gemeinden dazu geführt, dass der Grundwasserspiegel dramatisch steigt.

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In Städten wie Zittau würden die Häuser der Menschen destabilisiert und Risse in den Wänden verursacht.

Das Kohlebergwerk soll die Wasserversorgung in der Umgebung beeinträchtigen und zu Schäden an Häusern führen.
Das Kohlebergwerk soll die Wasserversorgung in der Umgebung beeinträchtigen und zu Schäden an Häusern führen.  © Petr David Josek/AP/dpa

Laut BUND ignoriere die tschechische Regierung die Umweltkatastrophe. "Die tschechische Regierung hat einer illegalen Situation auf ihrem eigenen Territorium zugestimmt und ihre Fähigkeit verwirkt, etwas dagegen zu unternehmen", sagte Petra Kalenská, Juristin bei Frank Bold Society. Nun könne nur noch die Europäische Kommission für Recht sorgen.

Titelfoto: Petr David Josek/AP/dpa

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