Saubere Idee aus Mittweida: Die Virentöter im Klassenzimmer

Mittweida - Made in Sachsen: Tüftler aus Mittweida haben ein Gerät zur Luftdesinfektion entwickelt, das Coronaviren abtötet. Die erste Stadt orderte schon 71 Geräte, damit Kids und Teens wieder die Schulbank drücken können.

Thomas Berlin montiert die ersten Luftentkeimer. Bald hängen die Geräte auch in Limbacher Schulen.
Thomas Berlin montiert die ersten Luftentkeimer. Bald hängen die Geräte auch in Limbacher Schulen.  © Sven Gleisberg

Alles begann mit einer schicksalhaften Begegnung: Thomas Berlin und Rico Schwarzbach lernten sich in der Kita ihrer Kinder kennen. Die zufällige Bekanntschaft erwies sich als wissenschaftlicher Glücksfall: Berlin ist Juniorchef der Technik-Firma TSB in Mittweida, Schwarzbach ist Umwelt- und Biotechnologe.

Die Männer bündelten ihr Wissen und begannen im vergangenen September mit der Entwicklung eines innovativen Raumluft-Entkeimers. "Man kann sich das Gerät vorstellen wie eine Umluft-Klimaanlage", erklärt Berlin.

"Die Luft wird eingesaugt und im Inneren mit UVC-Strahlern behandelt. Diese Strahlung zerstört die DNA der Viren und Bakterien. Somit können sie sich nicht mehr vermehren und sterben ab."

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Corona-, Grippe-, Erkältungs- und Herpesviren haben keine Chance mehr. Die Geräte kommen im handlichen Design daher und sind somit gerade für kleine Räume perfekt.

Thomas Berlin (l.) und Rico Schwarzbach sagen Coronaviren den Kampf an.
Thomas Berlin (l.) und Rico Schwarzbach sagen Coronaviren den Kampf an.  © Sven Gleisberg

Das macht sich nun Limbach-Oberfrohna zunutze und ordert für seine Schulen 71 Stück für rund 124.000 Euro. "Bis zum Schulstart wollen wir zumindest alle Grundschulen ausstatten, damit das Home-Schooling ein Ende findet", so Stadt-Sprecherin Frances Mildner.

Titelfoto: Sven Gleisberg

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