Schnäppchenjäger stürmen Stadtbibo Chemnitz zum Ausverkauf

Chemnitz - Die ersten Schnäppchenjäger waren schon eine halbe Stunde vor dem offiziellen Start da: Samstag fand der erste Bücherverkauf der Stadtbibliothek Chemnitz seit Anbruch der Corona-Krise statt.

Sohn Ian (8) darf auch bei den DVDs mal gucken. Hauptsächlich ging es Mutti Stephanie Schreiter (28) aber um Lehrmaterial.
Sohn Ian (8) darf auch bei den DVDs mal gucken. Hauptsächlich ging es Mutti Stephanie Schreiter (28) aber um Lehrmaterial.  © Sven Gleisberg

"Wir haben seit 9.30 Uhr aufgebaut - da standen schon die ersten Menschen da", sagt Anja Schrön (54). Die Bibo-Ehrenamtsverantwortliche betreute mit acht Helfern des Fördervereins den um 10 Uhr im Tietz-Foyer beginnenden Verkauf von rund 2000 ausgesonderten Medien.

"Belletristik, Filme und Brettspiele gingen besonders gut. An letzteren merkt man auch, dass sich viele Menschen - gerade bei dem derzeit ungemütlichen Wetter - wieder ins Häusliche zurückziehen", so Anja Schrön. Laut ihrer Einrichtung werden Brettspiele allerdings kaum noch ausgeliehen.

Doch nicht jeder war auf reine Unterhaltung aus. "Das ist alles für die Bildung meines Sohnes Ian", erläutert Stephanie Schreiter (28). Sie staubte am Vormittag vor allem günstiges (Einstiegspreis 50 Cent) Lehrmaterial ab.

Der bislang letzte Buchverkauf der Stadtbibo fand am 29. Februar statt. Die Pandemie sorgte für den Ausfall der im April geplanten Medienaussonderung - sie wurde Samstag mit fünfmonatiger Verspätung nachgeholt. 

Am 21. November soll es den nächsten großen Bücherverkauf im Tietz geben. Pro Jahr sind es normalerweise vier.

Titelfoto: Sven Gleisberg

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