So lief der Impfstart bei den sächsischen Hausärzten

Hainichen - Seit Mittwoch können sächsische Hausärzte ihre Patienten gegen Corona impfen.

Die Praxis erhielt den Impfstoff von Biontech.
Die Praxis erhielt den Impfstoff von Biontech.  © Sven Gleisberg

Bei Matthias Roth (47) in Hainichen war ganz schön was los. Aber ohne Einladung und Termin geht nichts. Der Mediziner hält sich wie alle seine Kollegen an die Impfreihenfolge.

"Ich hatte am Vormittag 18 Patienten bestellt. Alle sind zum Termin erschienen. Nach zwei Stunden hat jeder seine Spritze bekommen", sagt der Mediziner.

Als Erster konnte sich Rentner Johannes Hückel (87) über einen Piks freuen.

"Alle Patienten waren dankbar dafür, dass wir uns bei ihnen gemeldet hatten. Wir haben mit jedem ein Aufklärungsgespräch geführt. Angst hatte niemand", sagt Matthias Roth.

Der Hausarzt ist froh, endlich mit den Impfungen loslegen zu dürfen. "Die Patienten vertrauen uns. Wir wissen am besten über sie und ihr Krankheitsbild Bescheid. Außerdem haben wir schon immer auch gegen andere Krankheiten geimpft."

Am Dienstag kommt die nächste Lieferung von Corona-Impfstoff

Gegen Corona: Facharzt Matthias Roth (47) impft in seiner Praxis Rentner Johannes Hückel (87).
Gegen Corona: Facharzt Matthias Roth (47) impft in seiner Praxis Rentner Johannes Hückel (87).  © Sven Gleisberg

Doch die Freude ist getrübt: Für mehr als 18 Menschen reichte der gelieferte Impfstoff nicht. Erst kommende Woche kann es mit dem Impfen weitergehen. "Wir sollen am Dienstag die nächste Lieferung erhalten, wissen aber noch nicht, wie viel Impfstoff wir bekommen", sagt Matthias Roth.

Sicher ist: Es wird Impfstoff von Biontech sein, der in einer Apotheke gekühlt und aufgetaut an die Praxis geliefert wird.

"Wir müssen die Dosen dann innerhalb von fünf Tagen verbrauchen", erklärt der Facharzt. Bei ihm erhalten zunächst nur über 80-Jährige einen Termin.

"Wir richten uns nach der Priorisierung der Ständigen Impfkommission." Einfach vorbeikommen und sich eine Spritze abholen - das geht nicht.

Titelfoto: Sven Gleisberg

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