So will der Chemnitzer Stadtrat künftig tagen

Chemnitz - Oberbürgermeisterin Barbara Ludwig (58, SPD) hatte angekündigt, dass nur die Hälfte aller Stadträte an der April-Sitzung teilnehmen dürfen. Normalerweise füllen 60 Stadträte den Stadtverordnetensaal im Rathaus.

Laut Köhler gibt es in Chemnitz genügend Orte, die für die April-Sitzung in Frage kämen, beispielsweise die Stadthalle.
Laut Köhler gibt es in Chemnitz genügend Orte, die für die April-Sitzung in Frage kämen, beispielsweise die Stadthalle.  © Kristin Schmidt

Am 29. April dürfen wegen Corona aber nur 30 Politiker rein. "Vermutlich etwas mehr, damit wir beschlussfähig bleiben, wenn jemand ausfällt", so OB Ludwig. Durch die Reduzierung sollen Abstände gewahrt werden.

Die AfD hält nicht viel von dieser Lösung: "Als Stadtrat will man sein Mandat ausfüllen. In Chemnitz haben wir genug große Locations wie zum Beispiel die Stadthalle", sagt Stadtrat Nico Köhler (44). Auch die Grünen haben einen kreativen Vorschlag: "Wir könnten in der Küchwaldbühne tagen", so Christin Furtenbacher (35). Andere Fraktionen finden die "kleine Lösung" gut.

"Wir schauen, wie die Tagesordnung aussieht und bevorzugen dann eventuell Redner", so Linken-Fraktionsvorsitzende Susanne Schaper (42). CDU-Stadträtin Ines Saborowski (52) erklärt: "Wir werden potenzielle Risikopersonen schützen."

Sitzungsinhalte werden aktuell erarbeitet. "Eine Vorlage, die sich mit den Auswirkungen der Corona-Pandemie beschäftigt, ist vorgesehen", so ein Stadtsprecher.

Nico Köhler (44) und seine AfD-Kollegen fordern eine Stadtratssitzung in voller Besetzung.
Nico Köhler (44) und seine AfD-Kollegen fordern eine Stadtratssitzung in voller Besetzung.  © Kristin Schmidt

Darüber hinaus würden Sicherheitsmaßnahmen und andere Räume geprüft. tgr

Titelfoto: Kristin Schmidt

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