Chemnitzer Basketballer erwarten Einbußen: Auch Aufstieg in Gefahr

Chemnitz - Der Basketball-Zweitligist Niners Chemnitz rechnet bei einem Abbruch der Saison mit hohen finanziellen Einbußen. Der Tabellenführer hätte in der Hauptrunde noch zwei Heimspiele absolvieren müssen. Hinzu kämen mindestens fünf weitere Partien in den Playoffs.
Niners-Geschäftsführer Steffen Herhold.
Niners-Geschäftsführer Steffen Herhold.  © Peter Zschage

"Da reden wir nicht mehr von einem geringen sechsstelligen Betrag, sondern von einem sehr signifikanten sechsstelligen Betrag", sagte Niners-Geschäftsführer Steffen Herhold dem MDR. 

"Das sind nicht nur die Zuschauereinnahmen, sondern auch playoffbezogene Sponsoringleistungen. Wenn die wegfallen, tut das weh."

Die Chemnitzer führen mit 50:4 Punkten souverän die Zweitliga-Tabelle an. 

Bei den Niners geht die Angst um, dass neben wirtschaftlichen Schwierigkeiten auch der sportliche Aufstieg in die Basketball-Bundesliga (BBL) in Gefahr gerät. 

"Wir arbeiten seit vier, fünf Jahren so hart an diesem Ziel und dieses Jahr hatten wir gesagt, das wird jetzt unser Jahr. Und wenn uns das, so wie es aussieht, wieder weggenommen wird, das fühlt sich schon kacke an", meinte Herhold.

Der Geschäftsführer rechnet damit, dass der Spielbetrieb in der 2. Bundesliga eingestellt wird. "Es ist eine genauso hohe Wahrscheinlichkeit, dass wir aussetzen analog wie das die BBL macht, um Zeit zu gewinnen", sagte Herhold.

Die Liga wird sich gemeinsam mit den Vereinen in den kommenden Tagen in einer außerordentlichen Mitgliederversammlung über den weiteren Saisonverlauf beraten und abstimmen.

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