Nach Missbrauchsvorwürfen gegen Trainerin Frehse: Sportausschuss tagt

Chemnitz - Der Sportausschuss des Deutschen Bundestages wird sich am 5. Mai in einer Öffentlichen Anhörung dem Thema "Physische, psychische oder sexualisierte Gewalt gegen Sportlerinnen und Sportler" befassen.

Nach den Missbrauchsvorwürfen gegen Gabriele Frehse (60) wird nun der Sportausschuss tagen.
Nach den Missbrauchsvorwürfen gegen Gabriele Frehse (60) wird nun der Sportausschuss tagen.  © Catalin Soare/dpa

Das sei eine Konsequenz aus der Turnaffäre um die Chemnitzer Trainerin Gabriele Frehse, der von Sportlerinnen um Weltmeisterin Pauline Schäfer unter anderen psychischer Druck und die Abgabe verschreibungspflichtiger Schmerzmittel vorgeworfen wird.

Das sagte die Ausschussvorsitzende Dagmar Freitag (SPD) der Chemnitzer Freie Presse.

Zuvor würde bereits am 24. Februar der Fall Chemnitz auf der Tagesordnung einer Ausschusssitzung stehen. Frehse hat die Vorwürfe mehrfach bestritten.

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Freitag forderte in dem Gespräch Standards im Umgang mit Kindern im Leistungssport. "Das Wohl des Kindes steht im Mittelpunkt. Kinder müssen zu jeder Zeit das Gefühl haben, dass nicht nur ihre Leistung gesehen und gefördert wird. Sie müssen sich in ihrer gesamten Persönlichkeit gesehen und wertgeschätzt fühlen", sagte Freitag.

Freitag stellt sich hinter den vom Deutschen Turner-Bund (DTB) in Auftrag gegebenen unabhängigen Untersuchungsbericht einer Frankfurter Anwaltskanzlei und die vom DTB ausgesprochene Aufforderung an den Olympiastützpunkt Chemnitz, sich von Frehse zu trennen. Was im Fall einer Nichtbefolgung geschieht, ließ sie im Gespräch offen.

"Erst nach der Entscheidung des Arbeitgebers stellt sich die Frage, ob für den Zuwendungsgeber möglicherweise Handlungsbedarf besteht", sagte Freitag.

Die Zukunft des Chemnitzer Turnens wollte sie nicht an der Person Frehse festmachen. "Ich gehe davon aus, dass es in Chemnitz weitere qualifizierte Trainer und Trainerinnen gibt", sagte Freitag.

Titelfoto: Catalin Soare/dpa

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