Tipps vom Experten: So steht Ihr den Corona-Lockdown durch

Chemnitz - Die Feiertage sind Schnee von gestern. Mit dem langen Winter steht vielen Menschen vermutlich die schwierigste Zeit der Corona-Pandemie bevor. Wie wir dem Lockdown-Blues ein Schnippchen schlagen können, verrät Dr. Ullrich Döhling (70), psychologischer Berater aus Chemnitz.

Stress und Depressionen sollten von Kindern möglichst fern gehalten werden.
Stress und Depressionen sollten von Kindern möglichst fern gehalten werden.  © 123RF/Iakov Filimonov

In seiner Praxis dreht sich dieser Tage fast alles um Corona. "Es sind vor allem Existenzängste, die die Leute umtreiben", sagt Döhling. Problematisch sei für viele, dass das Ende der Krise nicht genau absehbar ist.

Mit einfachen Methoden lassen sich negative Denkmuster jedoch vermeiden.

"Das alles ist schließlich auch eine neue Erfahrung, die jeden Einzelnen stärker machen wird." Ganz wichtig, besonders für einsame Leute im Home-Office, sei Bewegung und Sauerstoff. "Ich empfehle die 4-7-11-Atemtechnik." Vier Sekunden einatmen, sieben ausatmen - elf Minuten lang. Das führe zu Entspannung.

Unabdingbar sei viel Tageslicht am Arbeitsplatz. "Bitte keine Dämmerstunde im Home-Office", so Döhling. Über den Tag verteilt helfen kreative Kleinigkeiten wie Kochen, Basteln oder Spaziergänge. Ganz wichtig: Lieblingsaktivitäten bei Einsetzen der Dämmerung nachgehen.

So geht's mit einer Portion Glücksgefühle und einem Lachen in den Abend hinein.

Im schwierigen Lockdown kommt es vor allem auf Kleinigkeiten an, sagt Psychologe Dr. Ullrich Döhling (70).
Im schwierigen Lockdown kommt es vor allem auf Kleinigkeiten an, sagt Psychologe Dr. Ullrich Döhling (70).  © Uwe Meinhold

Für Eltern sind positive Denkmuster noch wichtiger. "Lebensfreude muss auf Kinder übertragen werden. Sie sollten im besten Fall keine depressive Stimmung abbekommen", sagt Dr. Döhling. tgr

Titelfoto: Uwe Meinhold

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